Fussball vor 37 Minuten

Das Unentschieden war das logische Resultat: Diepoldsau-Staad 2:2

In einem attraktiven Drittligaspiel trennen sich der FC Diepoldsau-Schmitter und der FC Staad leistungsgerecht mit 2:2. Das Unentschieden überrascht angesichts des Saisonstarts der beiden Mannschaften nicht.

Von Remo Zollinger
aktualisiert vor 29 Minuten

Am Samstagnachmittag begegneten sich mit Diepoldsau-Schmitter und Staad zwei Mannschaften, die fast exakt gleich in die neue Saison gestartet sind. Nach drei Spielen haben beide je einen Sieg, ein Remis und eine Niederlage – und ein ausgeglichenes Torverhältnis. Genau so entwickelte sich die Partie dann auch. In den ersten zehn Minuten neutralisierten sich die beiden Teams vornehmlich im Mittelfeld, Torchancen waren noch Mangelware. Es war nicht so, dass sich Diepoldsau und Staad nicht darum bemüht hätten, beide Mannschaften agierten in der Abwehr aber stärker als im Sturm.

Den ersten Abschluss verzeichnete Diepoldsau in der 13. Minute, als Aldo Giani deutlich drüber schoss. Die nächste Viertelstunde gehörte dann auch den Rheininslern. Nach einem Giani-Freistoss kamen Lorin Meier und Roman Sigrist zu spät, kurz später fand sich der starke Giani dem Staader Torhüter gegenüber, er vergab diese Chance nach einer sehenswerten Vorarbeit von Felipe Perez aber. Im Staader Tor, wo Giani seinen Meister fand, stand der langjährige Diepoldsauer Schlussmann Petar Petrov. Staad hatte bis dahin keine Chance, in der gleichen Minute war es aber der junge Elhan Lukac, der an Lukas Siegrist im FCD-Tor scheiterte.

Danach versuchte es Staad etwas intensiver; die Gäste schienen nun auch im Spiel angekommen zu sein. Allerdings bissen sie sich immer wieder an der Diepoldsauer Abwehr fest, die einen guten Job machte. Sinnbildlich dafür steht die 42. Minute, in der Marko Lovrics Schuss von Latif Canoski abgeblockt wurde. Zwei Minuten später war ein Freistoss von Marco Morgante zu harmlos. Und dann fiel doch noch ein Tor vor der Pause – ein sehr schönes obendrein. Im Anschluss an eine Ecke von Mattia Turro kam Lovric an den Ball und zimmerte diesen aus 25 Meter mit einem wunderbaren Schuss in die obere Torecke. So führten zur Pause die Seebuben.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel von Minute zu Minute abwechslungsreicher, attraktiver und spannender. Besonders augenfällig war, wie beide Mannschaften den Sieg suchten. Diepoldsau vergab in der 54. Minute mit Latif Canoski, dessen Schlenzer um ein Nichts am Pfosten vorbeistrich, eine gute Möglichkeit. Auf der Gegenseite fiel das 2:0: Wieder war es ein Turro-Eckball, der zum Erfolg führte. Quentin Weber legte den Ball per Kopf auf Zaim Canoski zurück, der wuchtig zum zweiten Staader Tor einschoss. Es war eine Phase, in der Diepoldsau nicht viel gelang: Die Rheininsler liessen sich den Schneid abkaufen und hatten kaum mehr Spielanteile. Der starke Verteidiger Esmir Shajnoski musste einmal in letzter Sekunde retten, sonst wäre das 0:3 gefallen.

Dann fuhren die Gastgeber mal wieder einen Angriff. In der 68. Minute kam der Ball zu Routinier Ogün Hot, der schon so manches Tor erzielt hat – und das auch diesmal tat. Mit einem überlegten Innenristschuss in die hohe Ecke verkürzte er für Diepoldsau. Und plötzlich war der FCD wieder da und setzte Druck auf. Die nächste gute Möglichkeit hatte aber trotzdem Staad, das in der 73. Minute mit Marco Morgante die Latte traf. Zwei Minuten später führte Diepoldsau einen Freistoss schnell aus, Hot setzte sich über die rechte Seite schön durch und bediente Latif Canoski, der aus kurzer Distanz zum 2:2 traf.

Danach stand das Spiel auf der Kippe – beide Mannschaften suchten weiterhin den Sieg und gaben alles. Für Diepoldsau hatte in der 85. Minute Fatlum Memishi, der den Ball mit Links aber nicht richtig traf. Eine Zeigerumdrehung später hatte Staad die goldene Chance: Nach einem Foul des sonst sehr starken Fabio Keller gab es einen Penalty. Marko Lovric schoss präzis – zu präzis. Er traf nur die Latte, es stand weiterhin 2:2. Und dabei blieb es auch, obwohl Diepoldsau in der Schlussphase noch die eine oder andere gute Möglichkeit hatte; gerade Hot scheiterte noch einmal an seinem früheren Teamkollegen im Staader Tor. Das 2:2 ist nach einem attraktiven, rassigen Drittligaspiel das richtige Resultat. Diepoldsau und Staad haben damit weiterhin gleich viele Punkte und ein ausgeglichenes Torverhältnis. Doch auf diese Leistung können sie aufbauen – beide.

3. Liga, Gruppe 2
Diepoldsau-S. – Staad 2:2 (0:1)
Tore: 45. M. Lovric 0:1, 58. Z. Canoski 0:2, 68. Hot 1:2, 75. L. Canoski 2:2.
Diepoldsau-S.: L. Sigrist; Shajnoski, Meier, Rieser; Elbrecht, Keller, Perez, R. Sigrist; L. Canoski; Giani, Hot. Eingewechselt: Jelusic, Kuster, Memisi, Schmid.
Staad: Petrov; Z. Canoski, Benz, Weber, Baumann; Nussbaum, Marco Morgante, Lesfer, M. Lovric; Turro; Lukac. Eingewechselt: Cazorzi, A. Lovric, Izairi.
Gelbe Karten: 71. A. Lovric, 89. Memisi, 89. Jelusic, 92. Z. Canoski.