Fussball vor 6 Stunden

Der Auftrag des FC Rheineck ist klar formuliert: Aufstieg

Wann kehrt der FC Rheineck endlich in die 3. Liga zurück? Um diese Frage drehen sich die sportlichen Geschicke des Teams von der Stapfenwis seit Längerem. Nun soll es mit neuem Personal klappen.

Von Remo Zollinger
aktualisiert vor 5 Stunden

2021 stieg der FC Rheineck in die 4. Liga ab. Dort ist er immer noch, obwohl er es Jahr für Jahr mit dem Aufstieg versucht. Das Problem erklärt eine Phrase: Absteigen ist einfacher als aufsteigen. Das zeigt sich in der 4. Liga sehr gut, wo es jede Saison ambitionierte Teams gibt, die eben auch gut Fussball spielen. 2025/26 musste der FCR, als Wintermeister in den Frühling gestartet, den Aufstieg den Nachbarn aus Staad überlassen. Primär, weil Rheineck im Frühjahr oft viele Spieler fehlten und das Team nicht zur gleichen Konstanz wie im Herbst fand.

In den letzten Sommern war Rheinecks Zielsetzung stets zurückhaltend. Die gebrannten Kinder von der Stapfenwis vermieden es tunlichst, das Wort «Aufstieg» in den Mund zu nehmen. Dies ist 2026 anders. Trainer Dogan Özdogan, früher Sportchef bei Staad und zuletzt Trainer von Abtwil-Engelburg II, sagt: «Das Ziel ist ganz klar der Aufstieg. Von der Qualität her ist das eine Drittliga-Mannschaft.» Özdogan weiss, wie man in diese Liga aufsteigt, das ist ihm schon mit dem Abtwiler «Zwei» gelungen. Dass er trotz des Ligaerhalts nicht dort blieb, liegt daran, dass er eine erste Mannschaft trainieren wollte.

Und dass er zu Rheineck fand, liegt auch an Zija Ajeti. Der neue Sportchef, der das Amt mit Vithusan Karunakaran teilt, kannte den Trainer. «Wir haben uns schnell gefunden», sagt Ajeti. Die Zielvorgabe teilt er: «In meinen Augen ist Rheineck ein Drittliga-Club. Dass wir in der 4. Liga rumdümpeln, ist schade, die Region kennt uns anders.»

Dies zu ändern, versucht Rheineck mit einer ähnlichen Mannschaft wie im Vorjahr. Fünf Abgängen stehen die Zuzüge des Torhüters Dominic Sutter, des Ex-Montlingers Endrit Leka und der reaktivierten Djenis Bajrami und Aurel Wetter gegenüber. Dogan Özdogan will nicht alles über den Haufen werfen, sondern andere Schwerpunkte setzen: «Bei mir hat der Zusammenhalt im Team die höchste Priorität.» Stimmt dieser, lässt sich in der 4. Liga viel machen.

Als Bindeglied zwischen Trainer und Mannschaft nimmt der neue Co-Trainer Lendim Ibrahimi eine wichtige Rolle ein. «Ich wollte auf dieser Position bewusst einem Eigenen die Chance geben. Ich habe mit den Spielern gesprochen und sie waren begeistert von der Idee.» Ibrahimi ist 32-jährig, war zuletzt lange verletzt, will aber auch auf dem Feld wieder angreifen. Mit einer Mannschaft, die technisch starke Spieler hat und offensiven Fussball spielt, wie der Trainer sagt. Vielleicht ist das das richtige Rezept, um endlich in die 3. Liga zurückzukehren.

Transfers
Zuzüge: Djenis Bajrami, Aurel Wetter (reaktiviert), Endrit Leka (Besa), Dominic Sutter (Rorschach-G.).
Abgänge: Valdon Axhija, Livio Bätschmann, Gentrit Rexhepi, Besart Rushiti, Sevdai Spahiu (unbekannt).