Die Ausgangslage war eindeutig: Staad brauchte einen Sieg, um in die 3. Liga aufzusteigen, Rebstein II einen, um nicht in die 5. Liga abzusteigen. Genau so starteten die beiden Teams dann in die Partie. Nach nicht einmal drei Zeigerumdrehungen brachte Enver Islami die Gäste in Führung. Doch die Führung hielt nicht einmal zwei Minuten. Kurz nach der Mittellinie fasste sich Rebsteins Fabian Finger ein Herz und drosch die Kugel auf das Staader Gehäuse. Und siehe da: Der Ball war zum Erstaunen aller drin. Doch auch jetzt war noch kein Durchatmen angesagt, denn der nächste Rebsteiner Angriff rollte auf das Gehäuse von Luca Buschauer zu. Und tatsächlich: Durch das Tor von Timo Ruppanner stand es 2:1; nach sieben Minuten lag Rebstein in der virtuellen Tabelle auf dem Nicht-Abstiegsplatz und Staad auf Platz zwei.
Nachdem der Aufstiegskampf in den letzten Wochen ein Auf und Ab war, schien auch das noch nicht die Vorentscheidung zu sein. Nach etwas mehr als einer Viertelstunde klärte Rebsteins Raoul Elias auf der Torlinie mit der Hand: Penalty und Platzverweis. Andri Knellwolf übernahm die Verantwortung und glich wieder aus. Nach einer halben Stunde brachte Mattia Turro die Seebuben mit 3:2 in Führung, dabei blieb es bis zur Pause. Die Spieler und die 130 Zuschauerinnen und Zuschauer konnten kurz durchatmen.
Auch das 4:2 war noch keine Vorentscheidung
Danach wollte Staad den Sack möglichst rasch zu machen und erhöhte durch Manuel Baumann in Minute 51 auf 4:2. Dadurch gewann Staad aber nicht an Sicherheit – Rebstein verkürzte wenig später durch Driton Osmani erneut. Und noch war über eine halbe Stunde zu spielen; alles schien möglich. Staad hatte das Geschehen mehrheitlich im Griff, aber in der 80. Minute schrammte das Heimteam nur knapp am Ausgleich vorbei.
Tief in der Nachspielzeit wurde dann Staads Pascal Nussbaum nochmals lanciert; er missachtete die Rufe, er solle zur Eckfahne, um Zeit zu schinden. Er zeigte einen letzten Antritt an der Grundlinie, spielte einen Pass zur Mitte und Turro liess die Emotionen der Seebuben mit dem 5:3 eskalieren. Gleich danach war Schluss. Nach einer Saison in der 4. Liga, mit einer durchwachsenen Hinrunde, aber acht Siegen in neun Rückrundenspielen, kehren die Seebuben in die 3. Liga zurück, während Rebstein II den Gang in die 5. Liga antreten muss. Bemerkenswert: 17 Jahre nach Staads Aufstieg in die 2. Liga mit Trainer Guido Caderas darf sich nun auch sein Sohn Martin Aufstiegstrainer nennen.
Der FC Staad kehrt in die 3. Liga zurück