Widnau startete mit dem gelernten Mittelfeldspieler Stefano D’Amico als einziger Sturmspitze eher abwartend. Kosova diktierte das Spielgeschehen, wurde aber zu Beginn nicht gefährlich für Widnau. So war es Lirim Shala, der mit einem Freistoss von der rechten Strafraumgrenze an den Aussenpfosten die erste gute Gelegenheit der Partie für die Gäste besass. Eine Minute später leistete sich aber Widnaus Defensive in der Person von Simeon Weber die erste Unachtsamkeit. Goalie Ilja Kovacic verhinderte gegen den allein auf ihn laufenden Sabotic den Rückstand. Der frühere St.Gallen-Spieler Roberto Rodriguez zirkelte den folgenden Eckball von links zu Valentino Giansirucca, der zum 1:0 für die Zürcher einköpfte.
Widnau geht in Rückstand, Höngg in Führung
Knapp zehn Minuten später ging der SV Höngg in Winterthur in Führung – damit lag Widnau nun auf dem Abstiegsplatz. Die Rheintaler waren nun aber initiativer als zu Beginn und kamen zu zwei, drei Gelegenheiten. Die beste vergab Lirim Shala: Er drang von halblinks in den Strafraum ein, Kosovas Goalie Klinaku entschleunigte aber den Ball, sodass ihn Abwehrchef Foniqi vor der Linie wegschlagen konnte.
Zur Pause lag Widnau mit 0:1 im Rückstand. Und weil Höngg in Winterthur mit demselben Resultat führte, wäre Widnau zum jetzigen Zeitpunkt abgestiegen.
Shala und De Simeis drehen das Spiel
Kurz nach Wiederbeginn raunten die fast nur aus Gästen aus Widnau bestehenden Zuschauerinnen und Zuschauer: Timon Cabezas hatte die Latte getroffen. Kurz vor Ablauf einer Stunde war der auffällige Lirim Shala endlich erfolgreich. Den Ausgleichstreffer hatte Alessio De Simeis mit einem explosiven Lauf eingeleitet, Luca Beck legte dem Torschützen den Ball auf. In der 61.Minute tankte sich De Simeis wieder mit einem Energieanfall durch und schoss den Ball zum 2:1 ins Netz.
Nach etwas mehr als einer Stunde war Widnau damit wieder über dem Strich. Nun ging es darum, die Führung zu verteidigen; Höngg führte in Winterthur immer noch mit 1:0.
Widnau bleibt in der Schlussphase souverän
Der eingewechselte Lars Ivanusa brachte Schwung in die Widnauer Offensive. Nach etwa 75 Minuten wurde er aus dem Abseits zurückgepfiffen, wenig später legte er den Ball für Shala auf, der aber übers Tor zielte. Vier Minuten später war es erneut De Simeis, der mit einem Sprint die Kosova-Abwehr überwand und den Ball zum 3:1 ins Netz setzte. Die Widnauer Spieler und ihre zahlreichen Fans jubelten ausgiebig: Damit war der Ligaerhalt trotz unveränderter Höngger Führung zum Greifen nah.
Und Widnau kam nicht mehr in Gefahr, im Gegenteil: Raoul Marino, Ivanusa und Finn Metzler hatten noch die Gelegenheit zum 4:1. Dass dieses nicht gelang, tat dem Jubel keinen Abbruch: Dank einer sackstarken zweiten Halbzeit schafft Widnau den Ligaerhalt trotz ausbleibender Winterthurer Schützenhilfe.
1.Liga Classic, Gruppe 3
Kosova ZH – Widnau 1:3 (1:0)
Buchlern – 150 Fans – SR: Gentian (Schmid, Knell).
Tore: 22. Giansirucca 1:0; 58. Shala 1:1, 61. De Simeis 1:2, 79. De Simeis 1:3.
Widnau: Kovacic; Faleschini (62. Ivanusa), Beck (83. Metzler), Neumann, Giovetti (90.Giorlando); Beck, Shala (90.Oroshi), Liechti, De Simeis, Cabezas (83. Marino); D’Amico.
Gelbe Karten: 45. Faleschini (Reklamieren), 60. Beck (Foul).
Der FC Widnau dreht das Spiel auswärts gegen Kosova und schafft den Ligaerhalt