Wochenlang hat ein kleines Team aus pensionierten Fachkräften die Elemente für das Bühnenbild der Werdenberger Schloss-Festspiele quasi im stillen Kämmerlein vorbereitet. Nun zahlt sich die minutiöse Arbeit aus: Der kleine Dorfplatz, wie ihn sich der international tätige Architekt Michael Wagner vorstellt, nimmt rasch Form an.
Abgesehen davon, dass die überdachte Zuschauertribüne schon stand und im Aufenthaltsbereich gerade die Zeltrahmen aufgestellt wurden, waren am frühen Donnerstagnachmittag auf der Bühne bereits erste Bögen und Fachwerkstrukturen erkennbar.
Überall wimmelte es von Arbeitern. Laut Steffan Arends, der den Aufbau leitet, stehen zwischen 35 und 40 Fachkräfte im Einsatz, darunter Zelt-, Bühnen- und Gerüstbauer sowie Zivilschutzpersonal und natürlich das Kernteam.
Feinschliff dauert etwa eineinhalb Wochen
Für Arends sind die langen Arbeitstage – sie dauern oft mehr als zwölf Stunden – mit dem Grundaufbau aber noch nicht zu Ende. Es folgt nämlich der Feinschliff: Technik, Dekoration und, falls nötig, Nachbesserungen im Bühnenbild. Als Aufsichtsperson ist Arends erste Anlaufstelle bei Fragen.
Fürs Erste zieht er aber eine positive Zwischenbilanz: «Der Aufwand wird sich lohnen», sagt er zufrieden, als er seinen Blick über die Bühne streifen lässt, «und ich bin dankbar für die tatkräftige Unterstützung, die wir hier auf dem Platz erhalten.»
In gut zwei Wochen geht es los. Am Freitag, 7. August, feiert Giuseppe Verdis Oper «Un Ballo in Maschera» auf der Bühne am Werdenbergersee Première. Insgesamt zehnmal kommt die Kulisse inklusive Dernière am
22. August zum Einsatz.
Der kleine Dorfplatz am Werdenbergersee nimmt Form an