Eishockey vor 5 Stunden

Der SC Rheintal ist gesund, Veränderungen gibt’s nur wenige

Zum 62. Mal versammelte sich das Gefolge des Schlittschuhclubs Rheintal zur Hauptversammlung. Bei brütender Hitze und nach einem stärkenden Imbiss begrüsste Andy Plüss die anwesende SCR-Familie.

Von Sepp Schmitter
aktualisiert vor 4 Stunden

Zu dieser Familie gehörten nicht nur die Spieler, sondern auch verschiedene Gäste wie Eltern der Nachwuchsspieler, der Widnauer Gemeindepräsident Bruno Seelos sowie der Tagessponsor. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Elias Weder (Junior) und Werner Spirig (ehemaliger Präsident) übernahm Tagespräsident Fabian von Allmen das Zepter – und reichte es gleich dem Vereinspräsidenten Hansjörg Laumann weiter.

Laumann bedankte sich im Rückblick beim Vorstand, den Sponsoren sowie den unzähligen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Ohne sie, sagte Laumann, könne ein Verein wie der SC Rheintal sowie die Organisation Rheintal Future gar nicht funktionieren. Von Allmen blickte dann auf die Saison der ersten Mannschaft zurück. Er berichtete mit Stolz von vielen Siegen, aber auch von bitteren Niederlagen und dramatischen Punktverlusten. Mit dem Erreichen des Halbfinals gegen das noch übermächtige Wil wurde dem Publikum guter Sport und viel Unterhaltung geboten. Auch das Team zwei und die «Rokker» leisteten wieder einen wertvollen Beitrag für den Verein und den Breitensport.

SCR schliesst das Jahr mit einem Gewinn ab

Martina Führer und Daniel Stutz zeigten die immense Arbeit im Nachwuchsbereich, von der Hockeyschule bis zur U21 und dem Übergang zu den Aktiven. Mit über 50 Kids wird in der Hockeyschule der Grundstein gelegt, nicht zuletzt für die Erfolge auf allen Stufen bis zur höchsten Liga. Die grossen Erfolge der Schweizer Nati spielen dem Verein dabei in die Karten, denn heute beginnt im Kleinen, was 2045 vielleicht ganz gross wird. Der SC Rheintal kann auch im nächsten Jahr wieder ein Dutzend Teams für den Spielbetrieb anmelden. Dank vieler Trainer, Betreuer und Organisatoren herrscht Kontinuität.

Kassier Roberto Ladalardo stellte die finanzielle Situation vor. Die letzte Saison schloss mit einem Gewinn von knapp 5000 Franken ab. Dies auch dank der unermüdlichen Arbeit des Sponsorenverantwortlichen Andy Plüss, der einen Rekord an Beiträgen sammelte. Ein Drittel des Budgets kommt aus diesem Bereich, was dessen Bedeutung unterstreicht. Das neue Budget bewegt sich im gleichen Rahmen und sieht wieder einen kleinen Gewinn vor. Die einzige Unsicherheit, die nicht planbar ist, sind die Playoff-Prämien. Diese würden beim Erreichen des Finals aber gern draufgelegt.

Kontinuität bei Vorstand, Mannschaft und Liga

Im Vorstand gab es keine Veränderungen: Alle Mitglieder des Gremiums stellten sich für zwei weitere Jahre zur Verfügung. Dies gilt für Präsident Hansjörg Laumann, der seine 15. Saison in Angriff nimmt, wie auch für Fabian von Allmen, Roger Weder, Roberto Ladalardo, Norbert Bühler, Daniel Stutz und Marina Führer. Mit ihnen kann die Führungscrew des SCR auf über 85 Jahre Erfahrung zurückblicken, was doch aussergewöhnlich ist.

Die Anwesenden waren sich bei allen Abstimmungen absolut einig.
Die Anwesenden waren sich bei allen Abstimmungen absolut einig.
Bild: Sepp Schmitter

Bei der ersten Mannschaft bleibt vieles beim Alten. Trainer René Stüssi und sein Staff bleiben, und auch im Team gibt es wenige Veränderungen. Nach den Abgängen von Markus Waidacher, Mathis Hagen, Noah Zerlauth und Kilian Baur (die Letzteren beiden wechseln zu Lustenau) rücken sechs Youngsters ins erweiterte Kader auf. Sie werden langsam ins Team integriert. Dazu kommt der Rückkehrer Yanik Lichtensteiger, der auf höchster Ebene Erfahrung gesammelt hat. Und sollten die zuletzt sehr lange verletzten Marcel Zitz und Pascal Kuster zu alter Form auflaufen, steht einer spannenden Saison nichts im Weg.

Die 1. Liga Ost kommt 2026/27 fast gleich daher wie im letzten Jahr. Der HC Luzern ist abgestiegen, der EHC Dielsdorf-Niederhasli in die 1. Liga aufgestiegen. Die Saison wird wieder in doppelter Vollrunde mit anschliessender Masterround gespielt. Der erste Test folgt am 22. August gegen den EHC Uzwil. Weitere Gegner sind der EHC Wallisellen, die Pikes Oberthurgau, der EC Wil und der SC Hohenems. Der Start in die Meisterschaft soll am 19. September erfolgen.

Die neue Eishalle wird ab 2028 gebaut

Widnaus Gemeindepräsident Bruno Seelos informierte, wie es zurzeit bei der Planung der neuen Eishalle aussieht. Das neue Hallenkonzept ist abgeschlossen, Sorgen bereitet aber noch die Umgebung mit der Anbindung an die Badi Widnau, die in der Budgetierung zu kurz gekommen ist. Dies sollte aber nicht zulasten der Eishalle gehen – die Gemeinde ist gefragt, Lösungen zu finden.

Dennoch soll der Zeitplan eingehalten werden. Der Baustart erfolgt gemäss diesem im Frühjahr 2028, bis dahin wird in der bewährten Halle gespielt. An den Zeitplan hielt sich auch der SCR, der die GV in Rekordzeit abschloss. Viele suchten danach im Jakobihus einen kühleren Platz. Schon jetzt ist die Vorfreude auf die neue Eissaison gross.