Ringen vor 1 Stunde

Der Schweizer Meister holt sich auch das Grenzlandturnier

Das Wochenende stand für Freunde des Ringsports ganz im Zeichen des 61. internationalen Grenzlandturniers und des 38. internationalen Raiffeisencups. Sowohl die Aktiven als auch der Nachwuchs weckten die Vorfreude auf die Liga.

Von Patrick Dietsche
aktualisiert vor 1 Stunde

Die Turnierorganisatoren mussten am Grenzlandturnier mit zwei kurzfristigen Absagen leben, doch jene Teams, die den Weg nach Oberriet gefunden hatten, bereuten ihr Kommen nicht. Das Turnier bot ihnen genau das, was sie erwartet hatten. Top organisiert und mit einem sehr ausgeglichenen Feld liess es den Coaches Spielraum, ihren ganzen Kadern Einsatzzeit zu geben.

Um das Programm nicht zu überladen, verzichtete man nach den Absagen auf die Zusammenlegung der zwei Gruppen, denn das hätte für jede Mannschaft bedeutet, sechsmal antreten zu müssen. Dies erwies sich nach Rücksprache mit den Coaches auch für Klubs mit grossen Kadern als zu viel des Guten. So starteten die Teams in zwei Gruppen, wobei beide sehr ausgeglichen waren.

Die Gastgeber hatten in der Vorrunde zwei Kämpfe zu bestreiten und entschieden beide für sich. Während die Begegnung gegen den KSK Klaus aus Vorarlberg mit 23:8 eine klare Sache war, entwickelte sich das Derby gegen Oberriet-Grabs zu einem hochspannenden Schlagabtausch. Beide Teams schickten eine Mischung aus Routiniers und Nachwuchskräften ins Rennen. Die RSK erwischte den besseren Start, doch der RCOG liess sich nicht abschütteln und blieb über den ganzen Kampf auf Tuchfühlung. So stand es vor dem letzten Duell 13:10 für die Gastgeber – die Entscheidung fiel im letzten Kampf. Remo Kneubühler versuchte für den RCOG alles, um eine vorzeitige Entscheidung zu erzwingen, ohne einen Punkt abzugeben. Sein Kontrahent Ruben Raunjak wusste, ein Punkt würde seinen Farben den Sieg bringen. Am Ende gewann Kneubühler 15:1, was den Kriessnern zu einem hauchdünnen 14:13-Sieg verhalf.

Damit trafen die Gelb-Schwarzen im Halbfinal auf die RS Freiamt, die sie deutlich mit 22:9 in die Schranken wiesen. Damit lautete das Final des Grenzlandturniers 2026 Willisau Lions gegen Gastgeber Kriessern. Und der amtierende Schweizer Meister aus der Zentralschweiz zeigte im Final, wieso er auch in diesem Jahr zu den Favoriten auf die Meisterschaft zählen dürfte. Wie die Gastgeber ebenfalls mit einer Mischung aus Alt und Jung angetreten, holten sich die Löwen einen ungefährdeten 18:12-Sieg und damit das Turnier.

Der Sonntag gehörte dann den Nachwuchsringern. Mit 136 Startenden in den Kategorien Rookies, Advanced A und Advanced B musste man einen leichten Teilnehmerrückgang zur Kenntnis nehmen. Die Ringer und auch erfreulich viele Ringerinnen aus acht Clubs massen sich in 32 Gewichtsklassen, wobei die RSK mit 55 Startern und der RCOG mit 37 Ringerinnen und Ringern deutlich mehr als die Hälfte des Starterfeldes stellten. Das lässt positiv in die ringerische Zukunft des Rheintals blicken. Die Rangliste gibt es auf rsk.ch.

Grenzlandturnier: 1. Willisau, 2. Kriessern, 3. Freiamt, 4. Oberriet-Grabs, 5. Klaus, 6. Götzis, 7. Weinfelden.