Er trug Tenue B: Camouflage-Kleider, ein rotes Béret und Kampfstiefel. Sehr befremdlich, fand ich. Das Militär und Waffen, na ja, es scheint eine Notwendigkeit zu sein in der Schweiz. Würde er Zivildienst oder Zivilschutz leisten, fände ich das vielleicht ehrenwerter als den Militärdienst. Und doch war da auch eine leise Freude. Er hat eine wichtige Aufgabe gefasst, wie ihm eingetrichtert wird. Er lernt, wie Tausende andere Rekruten und Rekrutinnen auch, unser Land zu verteidigen.
Wie er so dastand, erinnerte ich mich an Fotos, die ich früher bei Verwandten auf dem Stubenbuffet sah. Fotos der Söhne bei der Geburt, der Einschulung und dann, ein Meilenstein im Lebenslauf, in der Militäruniform. Ich glaube, ich lasse ihn nächstes Wochenende in der Achtung-Stellung für ein Foto posieren.
Der Sohn ist jetzt Rekrut und was das bei der Mutter auslöst