Kürzlich verbrachte ich mit Dackel und Freund ein paar Tage in Österreich. Das Wetter war traumhaft, und nach einer Wanderung fuhren wir mit dem Auto zwei Dörfer weiter zum Essen. Mein Freund war überzeugt, dass Käsespätzle nur mit Bier richtig gut schmecken, und schob mir seine Autoschlüssel über den Tisch zu.
Ich fahre das Auto meines Freundes selten, entsprechend bin ich mit manchen Funktionen nicht vertraut.
Kaum waren wir auf der Hauptstrasse, winkten uns zwei Polizisten zur Kontrolle heraus. Ich suchte hektisch den Schalter fürs Fenster. Bei meinem Auto ist er in der Mittelkonsole, bei diesem gibt es an der Tür mehrere Knöpfe. Ich drückte darauf herum und hatte innerhalb von Sekunden nicht nur das Fahrerfenster zweimal hintereinander hoch und runtergelassen, sondern auch den Sitz verstellt.
Das nächste Problem: Ich verstand kaum ein Wort. Noch nie hatte ich einen so strengen österreichischen Dialekt gehört. Die Fenstersituation war mir ohnehin peinlich, also nickte ich und sagte Ja. Während mein Freund die Fahrzeugpapiere aus dem Handschuhfach nahm, holte ich meine Handtasche aus dem Kofferraum, denn so viel hatte ich verstanden: Sie wollten meinen Führerschein sehen. Nachdem dieser überprüft war, stellte mir einer der Polizisten eine Frage. Ich hatte keine Ahnung, was er wollte, nickte aber freundlich und sagte Ja, in der Hoffnung, dass wir weiterfahren konnten.
Mein Freund begann zu erklären, dass wir nur im Restaurant essen gewesen seien. Später erfuhr ich, dass der Polizist gefragt hatte, ob wir die Party im Nachbarort besucht und ich getrunken hätte. Mein Nicken führte dazu, dass ich einen Atemalkoholtest machen musste.
In 13 Jahren Autofahren habe ich das noch nie gemacht. Beim ersten Versuch ging mir die Puste aus, beim zweiten ebenfalls. Dann passierte das, was mir in unpassenden Momenten leider oft passiert: Ich musste lachen. Das ist offenbar ein normales psychologisches Phänomen, das als unbewusster Schutzmechanismus des Gehirns dazu dient, Stress, Angst oder Überforderung abzubauen. Ich konnte kaum aufhören. Die Polizisten müssen gedacht haben, ich sei völlig betrunken.
Als ich mich beruhigt hatte, gab es einen dritten Versuch. Ich holte tief Luft und pustete mit voller Kraft in das Röhrchen. Als auf dem Gerät 0,0 erschien, schauten mich beide Polizisten überrascht an. Damit hatten sie wohl nicht gerechnet. Einer sagte wieder etwas, ich nickte erneut, lächelte und sagte Ja, und dieses Mal liess man uns fahren. Mein Freund übersetzte: Man wünschte uns eine gute Fahrt zurück in die Schweiz.
Manchmal reicht ein einziges Ja, um einen Abend kompliziert zu machen