Fussball 10.05.2026

Die AC Taverne war für die Blau-Weissen eine Nummer zu gross

Trotz einer guten Leistung in der ersten Halbzeit und Offensivbemühungen in den letzten Spielminuten vermochte der FC Widnau den Tabellenzweiten aus dem Tessin nicht zu biegen und verlor mit 0:2.

Von Gerhard Huber
aktualisiert am 10.05.2026

Die Vorzeichen waren klar: Im Kampf gegen den Abstieg galt es, gegen das vor dem Spiel an vierter Stelle liegende Taverne unbedingt Punkte zu holen, um sich gegen den einzigen verbliebenen Konkurrenten Höngg ein Punktepolster zu verschaffen. Die Höngger waren am Samstag gegen Tuggen mit 2:6 untergegangen und lagen vor dem Match der Blau-Weissen gegen Taverne punkte- und torverhältnisgleich mit den Widnauern am Strich.

Um es vorwegzunehmen: Ein Punktegewinn gelang den Widnauern nicht. Vielmehr kassierte man zwei Tore, ohne selbst eines zu erzielen. Das bedeutet: Wegen des schlechteren Torverhältnisses ist der FCW wieder hinter das punktegleiche Höngg auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen.

Ein vielversprechender Beginn der Rheintaler

Dies, obwohl das Spiel vielversprechend begann. Beide Teams bevorzugten eine offensive Spielweise. Und schon in der dritten Minute hatte Scharfschütze Daniel Lässer die Chance eines Freistosses aus rund 25 Metern Entfernung. Der war dann zwar gut getreten, wurde aber doch eine sichere Beute des Tessiner Goalies Nicola Peev. Das erste Mal, dass Taverne gefährlich wurde, war ein Flachschuss von Ismael Jimoh, den Ilija Kovacic aber problemlos parierte.

Die grösste Chance hatten die Widnauer in der 32. Minute, als ein Eckball von links den Scheitel von Lirim Shalas Kopf traf und dieser in Richtung Tor köpfte. Maksim Novoselsky stand aber auf der Torlinie und rettete für den bereits geschlagenen Peev. Alles in allem spielten die Teams in den ersten 45 Minuten, die torlos endeten, auf Augenhöhe. Das ist absolut respektabel für die Lüchinger-Jungs, wenn man weiss, dass die Halbprofis von der AC Taverne täglich zweimal trainieren.

Der Unterschied wird immer offensichtlicher

Nach dem Pausentee wurde der Unterschied zwischen den Teams immer offensichtlicher. Die gefährlichen Aktionen der gut eingespielten Gäste häuften sich. Und zeitigten in der 52. Minute auch Erfolg, als nach einer sehenswerten Aktion der Ball über Ismael Jimoh und über Christian Bianchi zu dem freigespielten Armando Rexhepaj fand, der mühelos das Führungstor erzielte. Der nächste Treffer liess nur zwölf weitere Minuten auf sich warten. Arthur Diniz passte perfekt kurz vor der seitlichen Auslinie zurück zum eingewechselten Luca Rossetto, der eiskalt vollendete.

Auch wenn Widnau in einer veritablen Schlussoffensive noch zu einem Balkentreffer durch Lars Ivanusa und mehreren Halbchancen kam: Mit dem 0:2 war der Widerstand der Heimischen gebrochen. So sah es auch der Widnau-Trainer Andreas Lüchinger: «Es ist schön, dass wir gegen einen der stärksten Gegner so lange das 0:0 halten konnten. Das 0:1, das auf einen Ballverlust im Mittelfeld folgte, war ärgerlich. Dann wurde es natürlich schwierig. Leider konnte unsere Offensive viele Bälle nicht in den eigenen Reihen halten. Das 0:2 geht wohl in Ordnung.»

In Bezug auf den Ligaerhalt zeigt sich Lüchinger optimistisch: «Wir haben alles in den eigenen Füssen. Wenn wir kompakt und konzentriert auftreten, werden uns gegen die U21-Teams von St.Gallen und Winterthur und gegen Kosova noch die nötigen Punkte und Tore gelingen.»

1. Liga Classic, Gruppe 3
Widnau – Taverne 0:2 (0:0)
Tore: 52. Rexhepaj, 65. Rossetto.
Widnau: Kovacic; Neumann (57. Canoski), Liechti, Marino; Beck (83. Faleschini), Shala (70. F. Metzler), Lässer (70. Ivanusa), De Simeis, De Almeida (83. Özcelik); D’Amico, Thönig.
Gelbe Karten: 13. D’Amico, 86. Liechti – Taverne 2.

Weitere Ergebnisse: Collina d’Oro – St.Gallen U21 0:2, YF Juventus – Eschen/Mauren 1:2, Höngg – Tuggen 2:6, Freienbach – Winterthur U21 0:2, SV Schaffhausen – Baden 2:3, Wettswil-B. – Kosova 2:2, Mendrisio – Dietikon 4:3.