Im Derby zwischen Diepoldsau und Rebstein ging es für die eine Mannschaft um den Aufstieg und für die andere darum, dem Gegner in die Suppe zu spucken. Rebstein reiste als Leader ambitioniert auf die gut besuchte Rheinauen. Der FC Diepoldsau-Schmitter hatte allerdings die erste Möglichkeit, doch Bilal Gümüs’ Schuss war zu harmlos. Danach übernahmen die Gäste mehr und mehr das Spieldiktat, ohne aber zwingend zu werden. Ein Abschluss von Joshua Boehrer, der zur sicheren Beute für Lukas Sigrist im Diepoldsauer Tor wurde, war die einzige halbwegs gefährliche Aktion.
Der FCD beklagte derweil Pech. Emre Yavuz musste schon nach einer Viertelstunde verletzt ausgewechselt werden, wenig später musste auch Ogün Hot frühzeitig vom Platz. Rebstein ging indes in Führung: In der 19. Minute verteidigte Diepoldsau einen Rebsteiner Standard schlecht und die Gäste erzielten das 1:0. Ob nun Alessandro Gottscher, wie vom Speaker ausgerufen, oder Luka Dursun als letzter am Ball war, war Dursun egal: «Ich habe keine Ahnung, aber es steht 1:0», sagte er beim gemeinsamen Jubel zu sienen Teamkollegen.
Diepoldsau kam derweil gar nicht zur Entfaltung. Die Gastgeber waren im Verletzungspech und auch sonst unterlegen. In der 25. und der 26. Minute hielt ihr Torhüter Lukas Sigrist gegen Philip Baumgartner und Samuel Stiendl bravourös und bewahrte die Rheininsler damit vor dem doppelten Rückstand. Rebstein musste sich nicht viel vorwerfen lassen – der einzige Makel war, dass das zweite Tor lange auf sich warten liess. Es gelang aber doch noch vor der Pause, als Gottscher mit dem Aussenrist zum verdienten 2:0 traf.
In der zweiten Hälfte ereignete sich dann nicht mehr viel. Die erste nennenswerte Szene hatte Rebsteins Innenverteidiger Sascha Haltiner, der den Ball volley mit vollem Risiko nahm und Sigrist zur nächsten sehenswerten Parade zwang. Der Diepoldsauer Schlussmann zeigte ein starkes Spiel und muss sich nichts ankreiden lassen. Danach plätscherte das Spiel vor sich hin, es gab eine 20 Minuten lange Phase, in der es gar keine Abschlüsse und damit auch keine Torgefahr gab.
Danach, rund eine Viertelstunde vor Schluss, bäumten sich die Platzherren gegen die drohende Niederlage auf und kamen zu einigen Szenen. Doch weder Knipser Gümüs noch Jamiro Häusler schlossen genug gefährlich ab, um Kevin Fend im Rebsteiner Tor in Verlegenheit zu bringen. Die beste Chance vergab allerdings Aldo Giani, der aus sieben Metern daneben schoss. Hätte Diepoldsau in dieser Phase getroffen, hätte es nochmals spannend werden können, das passierte aber nicht. Auf der Gegenseite tankte sich Gottscher durch und bediente den eingewechselten Björn Ergens, der aus der Drehung zum Endstand von 3:0 traf. Bei diesem Stand blieb es, weil einerseits Esmir Shajnoski sich mit vollem Einsatz in einen Rebsteiner Abschluss warf und andererseits ein Tor des wiedergenesenen Elion Sopi aberkannt wurde. Auch der ebenso eingewechselte Jayden Tanner machte nochmals Dampf, ein Tor gelang aber auch ihm nicht.
Am nächsten Sonntag wartet auf den FCR eine sehr wichtige Aufgabe: Es geht auf der heimischen Birkenau gegen Brühl II, den einzigen Konkurrenten im Aufstiegsrennen. Die Brühler liegen nach dem Samstagsspiel acht Punkte hinter Rebstein, können am Sonntag mit einem Heimsieg gegen Mels II aber wieder auf fünf Längen Rückstand verkürzen. Und dann folgt die Direktbegegnung. Mit einem FC Rebstein, der sich in dieser Form definitiv nicht davor fürchten muss.
Rebstein gewinnt in Diepoldsau sehr souverän mit 3:0