Wildtierschutz vor 1 Stunde

Drohnen im Einsatz: Rehkitze sollen vor Mähtod geschützt werden

Im Frühling beginnt die kritische Zeit für Rehkitze: Während der Mähsaison sind sie besonders gefährdet. Im Kanton Appenzell Innerrhoden kommen deshalb erneut Drohnen zum Einsatz, um die Tiere rechtzeitig zu retten.

Von pd
aktualisiert vor 1 Stunde

Wie das Amt für Jagd und Fischerei mitteilte, werden in den Monaten Mai und Juni wieder Rehkitz-Rettungsdrohnen eingesetzt. Beteiligt sind neben dem Amt auch der Patentjägerverein Appenzell I.Rh., Jägerinnen und Jäger sowie freiwillige Drohnenpilotinnen und -piloten. Ziel ist es, Rehkitze vor dem Tod durch Mähmaschinen zu bewahren.

Gefahr im hohen Gras

In den ersten Lebenswochen drücken sich Rehkitze bei Gefahr instinktiv regungslos ins Gras, anstatt zu flüchten. Gerade dieses Verhalten wird ihnen beim Mähen zum Verhängnis.

Mit Wärmebildkameras ausgerüstete Drohnen ermöglichen es, die Tiere frühzeitig zu orten. Die Kitze können so vor Beginn der Mäharbeiten in Sicherheit gebracht werden.

Zusammenarbeit entscheidend

Die Rettungsaktionen sind stark von freiwilligem Engagement geprägt. Neben den Drohnenteams spielen auch die Landwirtinnen und Landwirte eine zentrale Rolle.

Damit Einsätze geplant werden können, müssen Mähtermine frühzeitig gemeldet werden. «Nur so kann im Kanton weiterhin eine flächendeckende und erfolgreiche Rehkitzrettung sichergestellt werden», schreibt das Amt.

Die Meldung soll spätestens am Vortag erfolgen. Anschliessend koordiniert eine Zentrale die Suchteams, die Einsätze werden vorbereitet und vor Ort durchgeführt.

Beitrag zum Wildtierschutz

Ein Teil der gefundenen Rehkitze wird markiert, sofern dies fachlich sinnvoll ist. Diese Daten liefern wichtige Erkenntnisse über Verhalten und Überlebenschancen der Tiere.

Langfristig fliessen die Ergebnisse in den Wildtierschutz und das Wildmanagement ein. Auch in diesem Jahr hoffen die Verantwortlichen auf eine breite Unterstützung, um möglichst viele Tiere vor dem Mähtod zu bewahren.