Die Genossenschaft Wohnen im Alter, Betreiberin des Hauses Viva, hat kürzlich ihre 26. Generalversammlung durchgeführt. Rund 120 Personen fanden sich im geschmackvoll dekorierten Speisesaal der Altersresidenz ein. Die Versammlung verlief in gewohnt entspannter Atmosphäre, geprägt von Begegnungen, Gesprächen und einer spürbaren Verbundenheit mit dem Haus Viva.
Bereits in ihrer Begrüssung machte Stephanie Bärtsch deutlich, was das Haus Viva auszeichnet: «Es sind die vielen Glücksmomente, Begegnungen, Geschichten, Grüezis und Adieus.» Das Haus Viva sei ein Ort mit viel Herz, und das solle auch künftig so bleiben. Zur positiven Stimmung beigetragen haben zudem die solide finanzielle Lage sowie die gute Auslastung mit zufriedenen Bewohnenden.
Filmprojekt «Stimmen des Lebens»
Berührend war die Vorstellung des Filmprojekts «Stimmen des Lebens». Dieses wird vom Bewohner Max Pflüger aktiv begleitet und mitgestaltet. Den Anwesenden wurde eine rund fünfminütige Sequenz des Kurzfilms gezeigt, in dem Pflüger selbst als Protagonist mitwirkt. Der Film vermittelt eindrücklich persönliche Erinnerungen, Erfahrungen und Gedanken aus einem langen Leben und wurde mit warmem Applaus bedacht.
Verwaltungsratspräsident Jürg Mächler dankte anschliessend allen Mitarbeitenden und Beteiligten, die täglich zum reibungslosen Betrieb des Hauses Viva beitragen. Eine Pflegeinstitution funktioniere nur dank vieler engagierter Menschen, die in Voll- oder Teilzeit Verantwortung übernehmen und mittragen. Der Dank galt deshalb dem gesamten Team, von der Pflege über die Küche bis hin zu Administration und Technik.
Ein wichtiges Thema der Versammlung war die geplante Reduktion der Wochenarbeitszeit von 43 auf 42 Stunden. Damit wolle man die Arbeitsplätze langfristig attraktiv halten und dem Fachkräftemangel aktiv begegnen. Der Antrag wurde von den Genossenschaftern einstimmig gutgeheissen.
Für eine kleine, aber symbolisch bedeutende Veränderung sorgte Verwaltungsrat Marvin Finger. Er schlug vor, die Genossenschaft künftig in «Haus Viva Genossenschaft Wohnen im Alter» umzubenennen. Im Rheintal spreche man ohnehin längst einfach vom «Haus Viva», wenn die Pflegeinstitution an der Altstätter Bildstrasse 14 gemeint sei. Die GV stimmte diesem Antrag ebenfalls zu.
Geplanter Baulandkauf kam nicht zustande
Auch das Thema Grundstückerwerb wurde erneut aufgegriffen. Bereits an der letzten Generalversammlung hatte die Genossenschaft dem Kauf einer Baurechtsparzelle sowie einer Reserve-Baulandfläche zugestimmt. Das Vorhaben konnte jedoch nicht realisiert werden, da das angestrebte Steuerruling vom Kanton nicht genehmigt wurde. «Langfristig bleibt es dennoch ein strategisches Ziel, dass das Haus Viva dereinst vollständig auf eigenem Boden stehen soll», betonte VR-Präsident Jürg Mächler.
Schuldenfrei und wirtschaftlich stabil
Dafür konnte Verwaltungsrat Alex Schnyder sehr erfreuliche Zahlen präsentieren. Das Haus Viva ist finanziell gesund, stabil und schuldenfrei aufgestellt. Besonders positiv entwickelte sich die Liquidität: Sie beträgt aktuell 3,3 Millionen Franken und liegt damit mehr als 1,1 Millionen Franken über dem Vorjahreswert. Schnyder hielt fest:
Wir sind in allen Bereichen gewachsen.
Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter zeigten sich mit den präsentierten Ergebnissen und Entwicklungen sehr zufrieden. Sämtliche Anträge wurden einstimmig angenommen. Im Anschluss an den offiziellen Teil stand die Geselligkeit im Mittelpunkt.
Die Viva-Küchencrew servierte ein feines Menü, während die Kapelle «Löchli-Klänge» der Familie Bruderer den Abend musikalisch umrahmte.
Wer das Filmprojekt unterstützen und selbst ein Portrait beisteuern möchte, meldet sich hier: www.stimmendeslebens.ch
Ein Filmprojekt und gesunde Finanzen im Haus Viva