Julia Roelli hat zwei Jahre lang als Vizepräsidentin Erfahrung im Kirchenparlament gesammelt. Nun steht sie an dessen Spitze. An der Sitzung gestern Montag wurde sie mit einem glänzenden Resultat als bisher jüngste Präsidentin der Synode ins Amt gewählt.
Die «Höchste Reformierte» kommt aus Diepoldsau und studiert an der Universität St. Gallen. «Aufstehen ist der erste Schritt zum Aufbruch», formulierte Roelli ihr Motto zum Antritt. «Wir werden nur selten alle derselben Meinung sein. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen und ob der andere ein Gegner oder ein Gegenüber ist.» Sie freue sich auf den gemeinsamen Weg bergab und bergauf, schloss sie, und übernahm gleich souverän die Leitung.
Zum Amtsantritt bekam sie von ihrem Vorgänger Ueli Schläpfer ein Kissen zur Polsterung des «etwas unbequemen Stuhls» geschenkt, dessen Sitz sie übernehmen wird: «Du sollst dich gestärkt und getragen fühlen!»
Eine Diepoldsauerin steht an der Spitze des Kirchenparlaments