Der Vizepräsident des Ortsmuseums Wolfhalden und Kurator Arthur Sturzenegger aus Reute entschied sich an der 550-Jahr-Jubiläumsfeier von Grub dafür, die älteste Gemeinde näher vorzustellen. Und das ist ihm zusammen mit Gestalter Hans Eugster bestens gelungen: in verschiedenen Themen auf beinahe zimmerhohen Tafeln.
Grussworte von Kanton und Gemeinde
Nach einer humorvollen Begrüssung durch Präsident Eugen Schläpfer überbrachte Regierungsrätin Susann Metzger Grussworte. Sie dankte für das Engagement in der Institution und versprach, das Ortsmuseum zu unterstützen und zu begleiten. Unter den Gästen weilte auch Museumskoordinatorin Jolanda Schärli vom Amt für Kultur. Gemeindepräsident Mathias Züst aus Grub wiederum freute sich über die einzigartige Ausstellung im 400 Jahre alten Haus «Zur alten Krone» in Wolfhalden. Er mutmasste, dass Grub allenfalls die älteste Gemeinde des Vorderlands wegen ihrer Nähe zum See sei. In der Folge hielt Arthur Sturzenegger einen Kurzabriss über die wechselvolle Geschichte der Ortschaft. Die Grenzfestlegung von 1458 und das Kirchenbenützungsrecht beider Konfessionen von 1589 zeigten, dass damals eigenständig entschieden wurde, teils auch gegen die Obrigkeiten von Kirche und Kanton.
Viel Information und Trouvaillen
Die verschiedenen Tafeln sind in Themenkreise aufgeteilt. Es geht in der Ausstellung «Grub – Die älteste Gemeinde im Vorderland» um die Geschichte, die in engem Zusammenhang mit der Religion stand. Trouvaillen sind beispielsweise alte, vergrösserte Ansichtskarten oder die Geschichte des Glockenspiels.
Weshalb läutete einst nur noch eine einzige Glocke? Das wird derzeit in Wolfhalden erzählt. Ebenso, weshalb zuerst eine Kapelle gebaut wurde und erst danach um eine Bewilligung ersucht wurde. Weiter geht es darum, wie mit dem Abt von St. Gallen um die Grenze der Gemeinde gestritten wurde.
Die Ausstellung beschäftigt sich auch mit aktuellen Themen, etwa wie man Altes und Neues verbindet, Bildung, Betreuung, Wohnen und Nachhaltigkeit.
Mittels QR-Codes greift man auf mehr Informationen zu.
Das Ortsmuseum Wolfhalden ist sonntags von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Die Dauerausstellung mit neu beschrifteten Alltagsgegenständen aus früherer Zeit sowie einem Seidenwebstuhl und den zwei Sonderausstellungen über Grub und Diplomat Carl Lutz laden zu einem Rundgang ein. Am Sonntag, 10. Mai, ist das Museum ausnahmsweise bis 17 Uhr geöffnet.
Eine Zeitreise durch die älteste Gemeinde im Vorderland