Au vor 13 Stunden

Familien unterstützen mit früher Förderung - Fachpersonen tauschten sich aus

Frühe Unterstützung beginnt mit guter Verknüpfung: In Au tauschten sich etwa 100 Fachpersonen aus, um ihre Zusammenarbeit für Kinder und Familien zu verbessern.

Von pd
aktualisiert vor 5 Stunden

Etwa 100 Fachpersonen der Frühen Förderung aus der Region nahmen am Donnerstag am regionalen Vernetzungsanlass in Au teil. Vertreten waren Fachpersonen aus der Ärzteschaft, aus Spielgruppen, Schulen, Schülerhorten sowie aus politischen Gremien.

Ziel des Anlasses war es, die gegenseitige Kenntnis der Angebote zu stärken, kurze Wege für Überweisungen zu schaffen und eine Zusammenarbeit aufzubauen, von der letztlich Familien und ihre Kinder profitieren. Ein Fokus lag auf der Zusammenarbeit mit Kinder- und Hausärztinnen und -ärzten. Sie geniessen bei Familien grosses Vertrauen und sind häufig die Ersten, die Entwicklungsauffälligkeiten bei Kleinkindern erkennen.

Erfahrungen eines Kinder- und Jugendpsychiaters

Nach der Begrüssung und Moderation durch Matthias Sieber, Schulpräsident von Widnau, folgte ein Fachinput von Ulrich Müller-Knapp, Kinder- und Jugendpsychiater und ehemaliger Chefarzt der Klinik Sonnenhof in Ganterschwil. Unter dem Titel «Schwierige Kinder oder schwieriges Umfeld? Entwicklungsauffällig oder entwickelte Auffälligkeit?» zeigte er auf, wie wichtig eine differenzierte Betrachtung der kindlichen Entwicklung ist.

Im anschliessenden Austausch in gemischten Tischgruppen diskutierten die Teilnehmenden praxisnahe Fragestellungen sowie Möglichkeiten zur Verbesserung der interdisziplinären Zusammenarbeit. Zum Abschluss fasste Antonio Cipolletta, Gemeinderat von Au, die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betonte die Bedeutung der weiteren Zusammenarbeit. Der Anlass zeigte eindrücklich, wie wichtig eine enge regionale Vernetzung für eine frühe und wirksame Unterstützung von Familien und Kindern ist.