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FC Widnau: Der Einsatz stimmt, die Ausbeute nicht

Die Berichte über die Spiele des FC Widnau beginnen sich allmählich zu ähneln: Es fehlt eigentlich nicht viel, aber doch immer etwas. Das war auch am Sonntag gegen die U21 des FC St. Gallen nicht anders.

Von rez
aktualisiert vor 1 Stunde

Am Ende standen die Widnauer wieder ohne Punkte da, und einmal mehr konnte man ihnen eigentlich nichts vorwerfen. «Wir holen alles aus unseren Möglichkeiten heraus», sagte ihr Trainer Andreas Lüchinger nach dem 0:1 gegen die U21 des FC St. Gallen. Und er hatte recht: Wer das Spiel genau schaute, merkte, dass die Widnauer den Einsatz nicht vermissen liessen. Aber es war auch zu merken, dass die Qualität für diese Liga mutmasslich einfach nicht reicht.

Der U21 des Super-Ligisten reichte eine starke Startphase, um das Spiel mit 1:0 für sich zu entscheiden. Die Gäste starteten deutlich besser ins Spiel und hatten auch mehr davon. Von dieser Tatsache zeugt auch der Fakt, dass mit Luca Giorlando und Raoul Marino nach acht Minuten bereits zwei Widnauer eine Verwarnung gesehen hatten. Obwohl besonders die Karte gegen Giorlando sehr streng war, beweist dies: Widnau war hauptsächlich mit Abwehrarbeit beschäftigt.

Dazu passte auch, dass St. Gallen U21 nach 17 Minuten in Führung ging. Es war eine abgerissene Flanke von Leo Lucic, die den Weg ins Tor fand. Torhüter Ilija Kovacic sah dabei gar nicht gut aus, es ist aber anzunehmen, dass er genau in diesem Moment in die tief stehende Sonne schaute und den Ball deshalb nicht abwehren konnte – ein Kovacic ist nicht bekannt dafür, solche Fehler zu begehen.

Widnau wacht auf, aber Chancen bleiben aus

Nach der Startviertelstunde, in der Widnau doch etwas überfahren wurde, steigerten sich die Gastgeber. Der FC Widnau erarbeitete sich immer mehr Spielanteile und zeigte sich auch in der Offensive. Dabei war aber deutlich sichtbar: Dem FCW fehlt ein Stürmer, der auch mal ein Tor schiesst. Die Rheintaler waren nicht das schlechtere Team, vor allem nicht in dieser Phase, nach vorne ging aber praktisch nichts. Ein Schuss von Ceyhun Tüccar kam zumindest auf das von Bela Dumrath gut gehütete Tor, der FCW fasste in der Folge Mut – er konnte nach vorne aber schlicht nichts bewegen, weshalb es zur Pause 0:1 stand.

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich das Spiel offener – auf beiden Seiten. Zuerst war es Ilija Kovacic, der sich mit einer sehr sehenswerten Parade für den Fehler beim 0:1 rehabilitierte. Danach verpasste Cyrill May, ein aus der Super League bekannter Spieler, das zweite Tor für die Gäste, indem er den Pfosten traf. Danach hatten die Gastgeber ihre beste Phase im gesamten Spiel.

Cabezas vergibt die beste Chance auf das 1:1

Widnau gab weiterhin nicht auf und suchte sein Heil in der Offensive. Tüccar hatte eine gute Möglichkeit, es gab Eckball. Und wenig später besass Timon Cabezas die beste Ausgleichsmöglichkeit für den FC Widnau – sein Schuss landete knapp daneben. In der Folge gab es zwar für beide Mannschaften noch Möglichkeiten, ein Tor blieb aber aus. Widnaus beste Chance hatte Noah Thönig, dessen Kopfball nach einer sehenswerten Einzelaktion von Carlos De Almeida in den Händen von St. Gallen-Goalie Bela Dumrath landete.

Dem FC Widnau bleibt nach diesem Spiel einmal mehr nur die Erkenntnis, dass die Mannschaft zwar stark und positiv auftritt, aber keine Punkte holt. Sie liegt weiterhin um einige Zähler unter dem Strich und hat es in dieser Liga sehr schwer. Es bleibt der Eindruck, dass es in Sachen Einsatz jederzeit stimmt, aber dass die Qualität für diese Liga schlicht nicht reicht.

Weiter geht’s für den FC Widnau am nächsten Samstag mit einem Auswärtsspiel beim in die 1. Liga aufgestiegenen FC Thalwil. Wer den FCW kennt, weiss: Aufgegeben wird nicht, obwohl es gerade gar nicht gut läuft.