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Gemischte Stimmung an der Schweizer Börse und Galderma muss einen Dämpfer hinnehmen

Trotz vorsichtiger Anlegerstimmung fällt die Halbjahresbilanz an den Börsen positiv aus: Der SMI legte deutlich zu, während Galderma einen Rückschlag in den USA hinnehmen musste und sinkende Inflationsraten Hoffnungen auf eine weniger restriktive Zinspolitik nähren.

Von pd
aktualisiert vor 1 Stunde

Der Start ins zweite Halbjahr war verhalten und vermochte nicht gleich an die gute Stimmung von Anfang Woche anzuknüpfen. Eine gewisse Vorsicht bezüglich der Quartalsberichterstattung scheint Anleger zu beschäftigen. Einen Dämpfer musste Galderma hinnehmen. Der Hautpflegespezialist hat die gewünschte Zulassung in den USA für ein neues Produkt zur Faltenbehandlung nicht erhalten. Die US-Gesundheitsbehörde hat den Entscheid nach der Inspektion einer Produktionsstätte gefällt. Zudem sollen analytische Methoden optimiert werden. Das Präparat selbst wurde nicht beanstandet. Das Medikament ist bereits in 33 Märkten zugelassen. Der Markteintritt in den USA ist also nur verschoben.

Einfluss geopolitischer Unsicherheiten

Das erste Halbjahr hatte es in sich. Geopolitische Unsicherheiten und starke Kursschwankungen prägten die Stimmung der Anleger. Unter dem Strich resultierte aber ein positives Bild. Die Gesamtrendite des Swiss Market Index (SMI) lag mit 10 % deutlich über jener eines durchschnittlichen Gesamtjahres. Das zeigt, wie wichtig es ist, in turbulenten Zeiten an seiner Anlagestrategie festzuhalten.

Aber auch die Diversifikationsvorteile wurden unmissverständlich offengelegt. Während Investoren mit den Aktien des Industriekonzerns ABB 50 % verdienten, verloren sie mit den Valoren des Private-Equity-Spezialisten Partners Group 29 %. Ähnliche Renditen wie im SMI konnten an den internationalen Börsen in Europa und den USA erwirtschaftet werden. Getrieben vom Thema Künstliche Intelligenz (KI) kletterte der US-Technologieindex Nasdaq 100 um knapp 20 %.

Marktbewegungen unterstreichen Optimismus

Auch der japanische und der koreanische Aktienmarkt profitierten mit einem Plus von 40 % bzw. 100 % in den ersten sechs Monaten des Jahres von der KI-Euphorie. Solche Marktbewegungen unterstreichen den Optimismus bezüglich der neuen Technologie, lassen aber auch das Enttäuschungspotenzial steigen. Die Inflation in der Schweiz ist im Juni gegenüber dem Vorjahr um 0,5 % gestiegen. 

Das ist weniger als im Vormonat (0,6 %) und ein Indiz dafür, dass die wieder niedrigeren Ölpreise bereits entspannen. Auch in der Eurozone scheint die grösste Inflationsgefahr vorerst vom Tisch. Um 2,8 % verteuerten sich die Konsumentenpreise im Juni. Das liegt zwar klar über der Obergrenze der Europäischen Zentralbank (EZB) von 2 %, gleichzeitig ist die Teuerung damit stärker zurückgekommen als von Analysten erwartet. Im Vormonat lag sie aufgrund der Energiepreise bei 3,2 %.

Um dem Trend entgegenzuwirken, erhöhte die EZB im Juni ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte. Eine noch restriktivere Zinspolitik scheint mit den jüngsten Entwicklungen vorerst vom Tisch zu sein. 

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