Die St.Galler Regierung plant im Rahmen des «Entlastungspakets 2026plus», die «Gaiserbahn» 2028 stillzulegen und durch Busse zu ersetzen. Die Grünen kritisieren den Entscheid in einer Mitteilung als überstürzt. Die Bahn sei sowohl für Pendlerinnen und Pendler als auch für den Tourismus von Bedeutung. Zudem seien die Passagierzahlen in den vergangenen Jahren gestiegen. 2025 nutzten rund 165 000 Fahrgäste die Strecke, für 2026 werden 175 000 erwartet.
Es wird nur wenig gespart
Kantonsrat Meinrad Gschwend erinnerte an der Versammlung daran, dass die Kantone St.Gallen und Appenzell Ausserrhoden bisher einen Bahnbetrieb bis 2035 in Aussicht gestellt hätten. Erst danach sollte eine neue Lösung gesucht werden.
Mit der vorzeitigen Stilllegung könnte der Kanton St.Gallen jährlich 75 000 Franken sparen. Gemessen am gesamten Sparpaket sei dies ein geringer Betrag, kritisieren die Grünen. Die Folgen wären hingegen weitreichend: Eine Stilllegung würde aus ihrer Sicht das endgültige Aus für die seit 115 Jahren bestehende Bahnverbindung bedeuten.
Grüne Rheintal wehren sich gegen Stilllegung der «Gaiserbahn»