«Das war ja ein lustiger Abend», lautete das Fazit von Prorektor Marc Caduff. Für die gute Stimmung zeichneten nicht nur die freudestrahlenden Preisträgerinnen und Preisträger verantwortlich, die ihren Siegercheck entgegennehmen durften, sondern auch die pointierten und humorvollen Laudationes. Besonders Andy Benz brachte das Publikum zum Lachen, als er Zoe Kappeler und ihre Arbeit zum «echten Lächeln» in der Kategorie FMS würdigte.
In der Kategorie empirische Arbeit überzeugte Lilly Gray mit ihrer Arbeit «Assessing the Impact of Ethanol Vapour Exposure on Foetal Development Using Plant Models». Laudator Tobias Schmidheini betonte die wissenschaftliche Herangehensweise und die sorgfältige Durchführung der Experimente. Die Arbeit zeige beispielhaft, wie sich auch komplexe Fragestellungen mit methodischem Vorgehen und Ausdauer untersuchen lassen.
Von Geheimcodes bis zur Frauenarmut
Die Kategorie der produktorientierten Arbeiten gewann Maxim Neff mit seiner Arbeit «Reconstructing the Enigma – a computational approach inspired by historical cryptology». In seiner Arbeit setzte er sich mit der berühmten Chiffriermaschine Enigma auseinander und entwickelte einen eigenen rechnergestützten Ansatz zur Rekonstruktion ihres Funktionsprinzips. Laudatorin Lucia Albanese unterstrich die Verbindung von historischer Forschung, Informatik und technischer Kreativität.
In der Kategorie Recherchearbeit überzeugte Nila Baumgartner mit ihrer Arbeit «The Feminization of Poverty in Switzerland». Laudator Andreas Rüdisüli hob die Aktualität und gesellschaftliche Relevanz der Maturaarbeit hervor. Die Autorin zeigt fundiert auf, welche strukturellen Faktoren dazu beitragen, dass Frauen überdurchschnittlich häufig von Armut betroffen sind, und ordnet ihre Ergebnisse differenziert in den gesellschaftlichen Kontext ein.
Eine Preisverleihung mit regionalem Rückhalt
Die Preise hatten verschiedene regionale Unternehmen gestiftet. Unterstützt wurde die Auszeichnung der FMS-Arbeit von der Fahrschule Ost (Stefan Bühler), die empirische Arbeit von Leica Geosystems AG (Reto Metzler), die Recherchearbeit von UBS Switzerland AG (Rilind Reci) sowie die produktorientierte Arbeit von SternGarage.ch AG (Santo Azzarone). Die ausgezeichneten Arbeiten zeigten eindrücklich, mit welcher Kreativität, wissenschaftlicher Sorgfalt und thematischer Breite sich die Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Heerbrugg ihren Abschlussprojekten widmen.
Humorvolle Laudationes und Applaus: Kanti ehrte beste Abschlussarbeiten