An der Abschlussfeier der Schreiner ragte Christof Bischof heraus. Der Lüchinger absolvierte seine Ausbildung als Schreinerpraktiker bei ABC Verpackungen AG in Altstätten und schloss die EBA-Ausbildung mit der Note 5,4 ab. Damit erzielte er den besten Abschluss in seinem Jahrgang und gewann den «DenkWerk»-Award. Bei der Preisübergabe war Bischof nicht mehr anwesend; seine Leistung gehörte dennoch zu den besonderen Erfolgen des Abends.
Ebenfalls ausgezeichnet wurde Levin Nando Lang aus Altstätten, der seine Lehre bei der Schreinerei Popp AG in Altstätten absolvierte und mit der Note 5,3 abschloss. Alle Lernenden mit einer Note von 5,2 oder höher erhielten ein Sackmesser.
Abschlussfeier von drei Verbänden getragen
Die Übergabe der Fähigkeitszeugnisse der Schreinerfachschule Buchs und Flawil fand im «Zauberhut» von Knies Kinderzoo in Rapperswil statt. Sie stand unter dem Motto «Bildung gemeinsam denken». Passend dazu wurde der Anlass von drei Verbänden getragen, dem Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten Thur-Linth, dem Liechtensteiner Schreinerverband und dem Schreinerverband Kanton St. Gallen.
Urs Hungerbühler, Präsident des Schreinerverbands Kanton St. Gallen, sagte:
Die Berufsbildung gelingt, wenn Lernende, Lehrbetriebe, Berufsbildnerinnen und Berufsbildner, Schule, Familien und Verbände am gleichen Strick ziehen.
Das Miteinander sei nicht nur während der Lehre entscheidend, sondern auch später im Berufsleben. Bruno Müller, Leiter des kantonalen Amts für Berufsbildung, sagte: «Gute Ergebnisse entstehen nicht zufällig. Es braucht Wissen, Können, Sorgfalt und sicher auch viel Erfahrung.» Bruno Müller gab den jungen Berufsleuten drei Gedanken mit auf den Weg. Sie sollen neugierig bleiben, ihr Netzwerk pflegen und stolz auf ihr Handwerk sein: «Der Abschluss ist ein sichtbares Zeichen der Leistung. Noch wichtiger sind aber die Erfahrungen, Fähigkeiten und Beziehungen, die während der Lehrzeit entstanden sind.»
Schwarzpulverschützin berichtet von ihrem Hobby
Moderator Philipp Langenegger sprach mit drei Lernenden über deren besondere Hobbys. Eine davon war die Altstätter Schwarzpulverschützin Jenny Mosch. Sie gab Einblick darin, wie sie Ausbildung, Training und Wettkampf miteinander verbindet. So war die Feier nicht nur ein Abend der Fähigkeitszeugnisse und Auszeichnungen, sondern auch ein Zeichen dafür, was das Motto «Bildung gemeinsam denken» konkret bedeutet: Es braucht starke Lehrbetriebe, engagierte Schulen, unterstützende Familien, verlässliche Verbände und junge Berufsleute, die ihr Handwerk mit Freude und Ehrgeiz ausüben.
Lehrabschluss der Schreiner: Auszeichnungen für die besten Absolventen des Kantons