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Lio Rüegg sammelt in Bulgarien wertvolle EM-Erfahrung

Der 15-jährige Lio Rüegg vom Ringerclub Oberriet-Grabs vertrat am letzten Wochenende die Schweizer Farben an den Kadetten-Europameisterschaften in Samokov, Bulgarien.

Von dos
aktualisiert vor 48 Minuten

In der Gewichtsklasse bis 55kg Freistil zeigte der Nachwuchsringer trotz gebrochenem Daumen viel Kampfgeist und verpasste den Sieg in der Hoffnungsrunde hauchdünn. Am Mittwoch reiste Rüegg mit der Schweizer Delegation nach Bulgarien, am Freitag stand für den Eichberger der erste Kampf auf dem Programm. In der Qualifikationsrunde traf er auf Osman Temirsultanov. Gegen den starken Russen, der sich später bis in den Final vorkämpfte und Vize-Europameister wurde, musste sich Rüegg 2:13 geschlagen geben.

Weil Temirsultanov den Final erreichte, erhielt Rüegg in der Hoffnungsrunde eine zweite Chance. Dort wartete der Bulgare Mert Gyunaev Mustafov. Der Kampf entwickelte sich zu einem spannenden Duell, in dem Rüegg lange 1:5 zurücklag. Doch der Eichberger gab nicht auf und kämpfte sich eindrücklich zurück. Zehn Sekunden vor Schluss gelang ihm mit einer Kopfklammeraktion aus dem Stand die Viererwertung zum 5:5-Ausgleich. Der Bulgare konnte sich jedoch befreien und eine Zweierwertung erzielen. Damit musste sich Rüegg knapp mit 5:7 nach Punkten geschlagen geben.

Trotz der Niederlage zeigte der junge Ringer eine kämpferisch starke Leistung und bewies, dass er auch auf europäischem Niveau gut mithalten kann. Besonders bemerkenswert: Rüegg trat von Beginn weg mit einem gebrochenen Daumen an. Für ihn war dennoch klar, dass er an der EM unbedingt auf die Matte wollte. Die Tage in Bulgarien seien eine tolle Erfahrung gewesen, aus der er viel gelernt habe, sagte Rüegg. Am Sonntag reiste er gemeinsam mit der Schweizer Delegation wieder nach Hause.