Das famose Wetter war der eine Garant für den grossen Publikumsaufmarsch. Der andere waren die musikalischen, magischen und akrobatischen Formationen, die auf der Bühne und in den Gassen unterhielten. So etwa die bekannten «Spooky Bones», die mit ihrem Rockabilly-Sound mehr als nur einen Hauch 50er-Jahre nach Marbach brachten, oder die «Open Minds» aus Rüthi, die mit ihren Stimmen und ihrem Können an den Gitarren brillierten.
Tanz vom Feinsten zeigte das Showteam Bodensee am Samstag, an dem unter anderem auch die Little Bigband dabei war. Streng hatte es auch der Clown Pompo, an dem nicht nur die Kinder ihre Freude hatten. Auf einem Hochrad beschenkte er die Kids, die hinter ihm hersprangen, mit Tausenden von Seifenblasen. Auf der Bühne zeigte er komödiantische Kostproben, für die er sich viele Lacher und grossen Applaus einheimste. Den gab es auch für die tolle Darbietung des Musikvereins Marbach.
Verblüffende Zauberstücke von Kuli
Viele Vereine hielten an ihren Standorten Speis und Trank bereit. Zum Beispiel Hotdogs beim FC Rebstein, Weisswurst und Bretzel beim Marper Männerchor oder Schlangenbrot aus der Feuerschale beim Beizli des Blaurings Marbach-Rebstein. Es gab für jeden Geschmack etwas.
Unters Festvolk mischte sich auch der Zauberer Kuli, der Jung und Alt ob seinen Kunststücken und Illusionen staunen liess: beispielsweise bei einem Kartenkunststück, als er aus einem Stapel Pokerkarten genau jene erriet, die der Berichterstatter vorher – natürlich ohne sie zu zeigen – bestimmt hatte. Verblüfft hat Kuli auch mit der wundersamen Vermehrung von Hunderternoten.
Kuli, der in Altstätten aufgewachsen ist und seit früher Kindheit von Zauberei fasziniert ist, sagte: «Das Gassenfest ist ein generationenübergreifender Anlass. Es war schön, in Marbach alte Freunde zu treffen. Die verschiedenen Unterhaltungen boten für alle etwas.» Es sei erstaunlich, so Kuli, der mit bürgerlichem Namen Kurt Lichtensteiger heisst, was auf einem so kleinen Raum alles geboten wurde. «Hier ein «Hopp», da ein «Hoi» und gemeinsames Lachen, so wie es das Rheintal kann und liebt. Diese tolle Stimmung zeichnet ein Dorffest wie das Gassenfest aus.»
Mitarbeit von Vereinen und Bevölkerung
Die Geschichte des Gassenfestes begann 2005. Damals organisierte der Turnverein das erste Fest, und es wurde ein voller Erfolg: Das Gassenfest in seiner heutigen Form war geboren. Ein OK übernahm die Organisation für 2008, und dabei wurde der Turnus von drei Jahren festgelegt. Am Namen «Gassenfest» und dem Motto «Gaukler» wird seither festgehalten.
Gassenfest-OK-Präsident Paul Bucher sagte: «Joker für diesen Anlass waren das motivierte OK-Team, das viele ehrenamtliche Stunden für dieses Fest investierte, und eine Dorfgemeinschaft, bei der man einander hilft. Ohne die freiwilligen Helferinnen und Helfer aus den Vereinen und der Bevölkerung wäre es nicht gegangen.» Bucher weiter: «Tragen wir Sorge zu den Vereinen, damit es auch in späteren Jahren wieder schöne Dorffeste geben wird.»
Marbach hat ein denkwürdiges Gassenfest hinter sich