War früher im Herbst der Mais geerntet, trafen sich Familien und Nachbarn, um die Törgga von ihren Blättern zu befreien. Die Kolben wurden zusammengebunden und in langen Ketten an Hauswänden oder unter dem Dach getrocknet, bevor sie zu Ribelmais gemahlen wurden. Weil viele Hände schneller ans Ziel kamen, wurde aus der aufwändigen Arbeit auch ein geselliger Anlass: Man erzählte, sang und musizierte, und nach getaner Arbeit gab’s etwas zu essen und zu trinken.
Ein Stück dieser alten Rheintaler Tradition bringt der Verkehrsverein Altstätten am Samstag an den Buuremaart. Die Törgga liegen bereit, und wer vorbeikommt, darf sich zur Runde setzen und beim Hülschen mithelfen. Passend dazu offeriert der Verkehrsverein allen Marktbesuchenden eine Portion Ribelmais vom Heiterhof.
Feines auf Tellern und im Glas
Auch sonst gibt’s an diesem Buuremaart einiges zu kosten: Das Restaurant Hedwig schöpft Feines aus seinen Töpfen, und das Gourmetatelier Zünd backt knusprige Flammkuchen. Ins Glas kommen etwa Tropfen der Ortsbürgergemeinde Altstätten und des Weinguts Schmidheiny. Eine kleine Rarität findet diesmal ebenfalls den Weg an den Buuremaart: die Grünkernprodukte von Corina Eggenberger-Leibundgut. Daneben bringen heimische Produzentinnen und Produzenten wiederum Früchte und Gemüse, Fleischspezialitäten sowie allerlei Schönes und Nützliches fürs Heim und den Garten mit.
Zwischen Törgga, Marktständen und feinen Düften spielen die Firobat Örgalar auf. Der Buuremaart findet wie gewohnt von 8.30 bis 12.30 Uhr in der Marktgasse statt und lädt neben dem Einkaufen und Plaudern auch dazu ein, etwas länger im Städtli zu bleiben.
Mit Kindern einen alten Rheintaler Brauch erleben: Am Buuremaart wird gemeinsam «gehülscht»