In «Apocalypso Blues» fragt die Baslerin, was Eva und die Schlange zu erzählen haben – und ob das Paradies wirklich ein Ort der Gleichstellung war. Dabei nimmt sie sich biblische Geschichten, Mythen und philosophische Ideen vor, die unser Weltbild bis heute prägen. Frech, klug und feministisch fragt sie nach den Ursprüngen weiblicher Unterdrückung und lässt auch Xanthippe, die oft geschmähte Frau des Sokrates, zu Wort kommen.
Gemeinsam mit Pianistin und Sopranistin Ursula Oelke verbindet Betty Dieterle Eigenkompositionen und überraschende Coverversionen mit Clownerie, tiefgründigen Monologen, Balladen und mehrstimmigem Gesang. Nichts ist den beiden zu heilig – und so wird im «Apocalypso Blues» lustvoll durch den Kakao gegangen, aus dem einst Adams Rippen geformt wurden.
Hoffnungsvoll, heiter und mit einem Augenzwinkern blicken die beiden Künstlerinnen in eine paradiesisch-apokalyptische Zukunft. Ein Abend für alle, die Kabarett gern scharf, musikalisch und überraschend mögen.
Mit scharf gewürztem Witz und Musik: Betty Dieterle zeigt im Diogenes «Apocalypso Blues»