Der FC Heiden hat eine bewegte Saison hinter sich – einmal mehr. Dass er sich am letzten Spieltag in Egnach in der 4. Liga retten konnte, hat mehrere Gründe, doch zwei stechen heraus: die Teamchemie und die Zusammenarbeit mit den A-Junioren, die an diesem kapitalen Sieg einen grossen Anteil hatten. Mit Blick auf die neue Saison und die kurzfristige Perspektive kamen die Verantwortlichen schnell zum Schluss, dass eine Zusammenlegung der beiden Teams die einzig sinnvolle Lösung ist.
Dies gibt auf dem Platz Entlastung, aber auch auf der Trainerbank. Mit Angelo Sturzenegger und Jessica Rüdisühli stösst nebst einem guten Dutzend Nachwuchsspielern auch das Trainerduo vom «A» zum Fanionteam. Während Fabian Sauter und Sturzenegger sich als Trainer ergänzen, übernimmt Rüdisühli vor allem die organisatorischen und administrativen Belange.
Ebenfalls neu im Team ist mit David Nickel ein ehemaliger Heiden-Junior, der zuletzt in Teufen Zweit- und Drittliga-Luft geschnuppert hat. Zwar steht er wegen seines Studiums nur am Wochenende zur Verfügung, dürfte aber vor allem jene Lücke schliessen, die Nils Beyer hinterlassen hat. Dieser kann seine Laufbahn aufgrund eines Kreuzbandrisses wohl nicht mehr fortsetzen und wird dem Team sportlich und menschlich fehlen.
Heiden ist diesmal in der «Appenzeller-Gruppe»
Die vielen Wechsel sind atypisch. Weil die Spieler aber in der letzten Saison bereits mehrfach miteinander trainiert und gespielt haben, sind keine Anpassungsschwierigkeiten zu erwarten. Trainer Sauter spricht von einem guten Trainingsbesuch, der Konkurrenzkampf treibe die Spieler an – die Stimmung ist gut in Heiden. Dies ist auch nötig, war der Teamspirit doch auch schon im letzten Jahr stets erkennbar.
Nun soll es auch auf dem Platz wieder Erfolgserlebnisse geben – ohne permanenten Abstiegskampf. Anders als in den Jahren davor stammen die Kontrahenten der Vorderländer weniger aus der Region Rheintal/Bodensee. Mit Urnäsch, Speicher sowie den Zweitvertretungen von Appenzell und Herisau verkommt die Gruppe 5 gar fast zur «Appenzeller Gruppe». Vieles ist neu und doch vertraut beim FCH, der die Sorgen der Vergangenheit endgültig hinter sich lassen möchte.
Transfers
Zuzüge: Anteo Altherr, Leo Anderegg, Dan Eigenmann, Mischa Engeli, Silas Engeli, Marius Essig, Tim Metzger, Oscar Petschlies, Genoa Raciti, Janik Schenk, Roman Sonderegger, Mika Taubner, Efraim Vautier, Fabio Verona, Gian Luca Verona, Timon Wiggenhauser (Nachwuchs), David Nickel (Teufen).
Abgänge: Nils Beyer, Nicolas Büchel, Basil Lichtenstern, Sebastian Loppacher (Rücktritt), Niklas Eugster (Le-Mont-sur-Lausanne), Florian Reich (Senioren), Alattin Süleyman (Ausland).
Neue Gesichter, Gegner und Ziele beim FC Heiden