Fussball vor 1 Stunde

Null Tore, ein Punkt und zwei Platzverweise in Widnau

Obwohl auf jeden Fall drei Punkte her sollten, blieb dies ein Wunschdenken. Immerhin sicherte sich Widnau mit dem torlosen Remis gegen Eschen/Mauren noch einen Punkt.

Von Gerhard Huber
aktualisiert vor 1 Stunde

Vor der Partie des FC Widnau gegen Eschen/Mauren geisterte das Unwort «Schicksalspartie» über die Aegeten. Und ja, ein Sieg in diesem Match war eigentlich fast Pflicht für die Blau-Weissen, wollte man dem Abstiegsteufel von der Schippe springen. Denn das Restprogramm in den letzten fünf Partien sieht für die Aegeten-Boys sehr anstrengend aus.

Am nächsten Wochenende sind sie beim zweitplatzierten Tuggen zu Gast, dann kommt mit Taverne der Tabellenvierte. Es folgt das vielleicht endgültig entscheidende Match bei der U21 des FCSG, bevor Winterthur U21 in Widnau gastiert. Und zuletzt wartet der Auswärtsmatch gegen den FC Kosova, der hoffentlich nicht zu einer Zitterpartie werden wird. Nichts für schwache Nerven.

Das Fehlen der Verletzten und Gesperrten

Man müsste meinen, dass die Widnauer bei dieser Ausgangslage alle Kräfte mobilisieren, jeden Zweikampf annehmen und vielleicht das Unmögliche wahrmachen, nämlich gegen die Gäste aus Liechtenstein ein Tor zu erzielen. Doch allzu schmerzlich machte sich das Fehlen der Verletzten und Gesperrten bemerkbar. Ohne Daniel Lässer, der mit einem Adduktorenproblem wohl länger ausfällt, ohne Innenverteidiger Simeon Weber und ohne den zuletzt gut aufspielenden Stefano D’Amico, spielten die Widnauer zwar ambitioniert, aber ohne grosse spielerische Linie. Ohne Kreativität. Ohne wirklichen Zug zum Tor.

So entwickelte sich ein Spiel, das ohne grosse Höhepunkte dahin plätscherte. Ein Spiel, in dem die Lüchinger-Jungs ab der 41. Minute in Überzahl waren, nachdem Eschens Ognjen Stefanovic nach zwei gelbwürdigen Fouls das Spielfeld verlassen musste. Eine quantitative Überzahl, die in der zweiten Hälfte aber nur in wenigen Phasen in eine qualitative Überlegenheit verwandelt wurde.

In 90 Minuten nichts Zählbares erspielt

Freilich fehlte es Widnau nicht an Chancen, doch die Abschlüsse von Alessio De Simeis, Sinan Özcelik, Lars Ivanusa und Hakija Canoski brachten nichts Zählbares. Wobei in der 50. Minute ein Schuss von Özcelik aus kurzer Entfernung vom Eschener Goalie Gabriel Foser mit einem spektakulären Fussreflex abgewehrt wurde. Aber wie heisst es so schön: Wenn man sowieso schon Unglück hat, kommt auch noch Pech dazu.

Mit der Hereinnahme von Sturmhoffnung Canoski und Ivanusa in der 57. Minute wurde das Spiel der Heimischen gefährlicher, aber es reichte nicht für einen Sieg. Gerade die halbstündige Vorstellung von Canoski macht Mut, dass die Blau-Weissen in den noch ausstehenden Spielen ihre Tore machen werden, um dem drohenden Abstieg doch noch zu entgehen.

Einen unwürdigen Abschluss bescherte dem Spiel in der Nachspielzeit USV-Verteidiger Fernando De Moraes Sanfelici, der es wegen seines losen Mundwerks schaffte, innerhalb von nur 20 Sekunden vom gut agierenden Schiedsrichter Sandro Hofmann zwei gelbe Karten abzuholen, was den Platzverweis zur Folge hatte.