Montlingen trat am Freitagabend beim FC Abtwil-Engelburg an. Die St.Galler sind als wahre Spektakelmannschaft bekannt. Spielen sie, fallen immer wieder viele Tore, das weiss der FCM selbst vom 4:3-Heimsieg in der letzten Rückrunde. Auch dieses Spiel war nicht anders, es dauerte keine Viertelstunde, bis das erste Tor fiel. Erzielt haben es die Gastgeber in Person von Reto Nef. Doch Montlingen schlug zurück, fünf Minuten später glich Luca Schmenger aus. Elia Baumgartner brachte die Oberrheintaler dann nach 30 Minuten in Führung, ehe Glen Forster ausglich (43.) – zur Pause stand es 2:2, die Affiche wurde ihrem Ruf gerecht.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es erneut keine Viertelstunde, bis Reto Nef das 3:2 erzielte. Doch diesmal brauchte Montlingen länger, um wieder auszugleichen. Schliesslich gelang dies Yavuz Bal in der 73. Minute. In der Folge kam es zur Verlängerung, doch noch zuvor schwächte sich Abtwil-Engelburg selbst, als Noah Buchli in der 85. Minute die gelb-rote Karte sah. Danach neigte sich die Verlängerung schon fast dem Ende zu, als Montlingens spielender Co-Trainer die Partie entschied. Giuseppe Coppola traf in der 112. und in der 114. Minute, sodass Montlingen als 5:3-Sieger vom Feld ging. Damit kam der FCM dem Ziel, im Cup «etwas zu reissen», einen Schritt näher.
Au-Berneck scheitert nach Penaltys
Ein torreiches Spiel erlebte auch der FC Au-Berneck. Bei Aufsteiger Glarus lag er zur Pause 0:2 hinten, doch Orhan Ademi glich den Spielstand mit seinen Treffern in der 56. und der 70. Minute wieder aus. Kurz später legte Glarus wieder vor, doch auch diese Führung hielt nicht lange: Amir Dervisevic erzielte in der 86. Minute das 3:3 und es ging in die Verlängerung. In dieser traf Ademi nach fünf Minuten zum 4:3 für die Mittelrheintaler, die danach lange wie der Sieger aussahen. Allerdings glich Glarus in der 117. Minute noch einmal aus – und entschied dann das Penaltyschiessen für sich.
Die beiden Drittligisten Diepoldsau-Schmitter und Staad reisten am Samstagabend an Auswärtsspiele. Die schwierigere Aufgabe hatten die Rheininsler, die bei Absteiger Besa in St.Gallen zu Gast waren. Dort geriet die Mannschaft von Adi Spirig in der achten Minute in Rückstand, das Tor erzielte der Ex-Widnauer und -St.Margrether Erolind Sylaj. Diepoldsau blieb jedoch jederzeit im Spiel und drehte den Rückstand nach der Pause in eine Führung um. Esmir Shajnoski und Ogün Hot trafen zum 1:1 und zum 2:1. Zum Sieg reichte es dennoch nicht – Besa gelangen erneut zwei Tore und die St.Galler gewannen 3:2.
Einen teilweise gleichen Verlauf nahm die Partie zwischen Viertligist Untervaz und Drittliga-Aufsteiger Staad. Die Seebuben lagen nach wenigen Minuten im Rückstand und drehten diesen nach der Pause in eine Führung um. Jeffrey Tobler erzielte in der 64. Minute das 1:1, Manuel Baumann in der 71. das 2:1. Und im Gegensatz zu Diepoldsau gelang es Staad, diese Führung über die Zeit zu bringen und sich für die nächste Runde zu qualifizieren.
Rheineck gewinnt, Heiden mit positivem Auftritt
Der FC Rheineck empfing in der ersten Runde des OFV-Cups 3.-5. Liga den Viertligisten Schmerikon und zeigte eine überzeugende Vorstellung. Nino Bätschmann erzielte in der 24. Minute das 1:0. Dann entschied Rheineck das Spiel in der Schlussviertelstunde für sich. Der eingewechselte Kemal Eyiden erhöhte in der 78. Minute auf 2:0 und der ebenfalls eingewechselte Betim Ramadani traf zum 3:0 (87.) und zum 4:0 (90.).
Von einer gelungenen Hauptprobe darf auch der FC Heiden sprechen, obwohl er dem Drittligisten Sargans 3:5 unterlag. Trinkpausen, harte Böden, heisse Temperaturen – wenn die erste Cup-Runde in allen Spielen Gemeinsamkeiten aufweist, sind es die äusseren Bedingungen, die das Fussballspielen Anfang August nicht gerade zu einer lockeren Freizeitaktivität verkommen lassen.
So hatten auch die Gäste aus dem Sarganserland ihre liebe Mühe. Die Hausherren hatten in der Startphase mehr vom Spiel und belohnten sich in der 18. Minute mit der Führung durch Silas Bechtiger. Doch dies verlieh Heiden keinen Schub; die Vorderländer verloren etwas den Faden. So fand der Gast zurück ins Spiel und rückte die Verhältnisse auf dem Papier noch vor dem Pausentee durch einen Doppelschlag von Lunik Iseni (36./45.) zurecht. Die Pause schien Heiden gut getan zu haben. Gestärkt und selbstbewusst gingen die Hausherren wieder mutiger zu Werke. Dieses Anrennen wurde belohnt. David Nickel gelang kurz nach Wiederanpfiff (52.) der Ausgleich, ehe Livio Abderhalden Heiden nach 58 Zeigerumdrehungen wieder in Führung schoss.
Dass die Spielweise der Gastgeber kräftezehrend war, fiel aufgrund eingangs erwähnter Umstände aber hart ins Gewicht. Ein Umstand, den die Gäste für sich zu nutzen wussten; nach dem schnellen Ausgleich durch Rahulan Sivalingam (64.) brachte Iseni den Gast mit seinem dritten Treffer erneut in Führung. In den verbleibenden 22 Minuten bot die Partie viel Spektakel mit Chancen auf beiden Seiten. Seine zu nutzen, wusste jedoch nur der Sarganser Finn Burmeister, der zwei Minuten vor Ende mit dem 5:3 den Deckel auf eine unterhaltsame, animierte Partie setzte. Trotz Cup-Out darf der FCH nach dieser Generalprobe mit gesundem Optimismus auf den Meisterschaftsstart schielen. Nur die Verletzung von Dario Zillig trübte die Laune der Verantwortlichen; ob und wie lange der Verteidiger ausfallen wird, wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
St.Margrethen kassiert ein Stängeli
Fünftligist St.Margrethen empfing zum ersten Cupspiel seit zwei Jahren auf der Rheinau den FC Weinfelden-Bürglen. Dieser schloss die letzte Saison auf dem Podest der 3. Liga, Gruppe 3, ab und war wohl nicht der beste Aufbaugegner für die Unterrheintaler. Nach sieben Minuten legten die Thurgauer vor, wobei das Tor auf unglückliche Art und Weise zustande kam. Danach zeigte sich St.Margrethen durchaus spielfreudig und mutig, 30 Minuten lang hielt das Team von Kjerim Osmanoski gut mit.
Dann jedoch zeigte sich die ganze Routine und Qualität von Weinfelden. Noch vor der Pause gelangen den Gästen weitere drei Tore, nach 45 Minuten stand es 0:4. Nach dem Seitenwechsel liessen die Thurgauer nicht nach und schraubten das Skore kontinuierlich in die Höhe. St.Margrethens Goalie Mirsat Idrizoski war stark beschäftigt, zog sich aber respektabel aus der Affäre. Hinter sich greifen musste er dennoch mehrfach – am Ende stand es 0:10.
Nur drei Rheintaler Mannschaften im Cup eine Runde weiter