Diplomfeier vor 2 Stunden

PHSG feiert 179 Absolventinnen und Absolventen der Kindergarten- und Primarstufe

An der Diplomfeier der Pädagogischen Hochschule St. Gallen (PHSG) wurden die Absolventinnen und Absolventen ausgezeichnet.

Von pd
aktualisiert vor 2 Stunden

Die Mehrzweckhalle in Rorschacherberg bildete den feierlichen Rahmen für die Diplomfeier des Studiengangs Kindergarten- und Primarstufe. 179 junge Frauen und Männer schlossen ihr dreijähriges Studium erfolgreich ab und durften ihre Diplome in Anwesenheit ihrer Angehörigen entgegennehmen.

Eröffnet wurde die Feier durch das Jodelchörli Mariaberg der PHSG mit dem Stück «En schöne Fleck», das ein Absolvent (Jakob Hochuli) und eine Absolventin (Alicia Zanitti) geschrieben und dem PHSG-Hochschulstandort Mariaberg gewidmet haben. Im Gespräch mit Heidrun Neukamm, Studiengangsleiterin Kindergarten- und Primarstufe, sagte Hochuli: «‹Mariaberg› ist vielleicht die schönste Hochschule der Schweiz. Das Gebäude, seine Lage und auch die Umgebung sind überwältigend und unvergleichlich», sagte Hochuli. «Es ist ein wenig wie eine warme Umarmung, wenn man das Klostergebäude betritt», ergänzte Zanitti. Auch im weiteren Verlauf wurde die Feier durch Beiträge von PHSG-Studierenden untermalt.

In ihrem Grusswort hob Bettina Surber, St. Galler Bildungsdirektorin und Präsidentin des PHSG-Hochschulrates, die zentrale Bedeutung des Lehrerberufs hervor: «Jedes Kind, das Lesen lernt, gewinnt ein Stück Selbstständigkeit. Jedes Kind, das Schreiben lernt, findet eine eigene Stimme. Jedes Kind, das mathematische Zusammenhänge versteht, gewinnt Sicherheit im Umgang mit der Welt. Das sind die Grundlagen für Bildung, für Teilhabe und letztlich auch für unsere Demokratie.» Deshalb sei der Lehrberuf eine der wichtigsten Aufgaben in einer Gesellschaft. «Was Sie tun, macht einen Unterschied – für einzelne Kinder, für ganze Klassen und letztlich für unsere Gesellschaft», sagte Surber.

Überreicht wurden die Diplome durch PHSG-Rektor Horst Biedermann. Er unterstrich die gesellschaftliche Verantwortung des Lehrberufs anhand eines Zitats des brasilianischen Pädagogen Paulo Freire: «Bildung ist nie neutral. Sie wirkt immer. Sie wirkt entweder stabilisierend, indem sie Menschen an bestehende Verhältnisse anpasst, oder sie wirkt befreiend, indem sie Menschen dazu befähigt, ihre Welt zu verstehen und zu verändern.» 

Die Stiftung Mariaberg zeichnete Studierende für besonders gelungene Bachelorarbeiten aus. Die Auszeichnungen gingen an Elena Schmid aus Weissbad («Inklusion im Vergleich: Eine Analyse der Ansätze der Schweizer Volksschule und alternativer Schulmodelle») sowie Alicia Zanitti aus St. Gallen («Anekdoten aus dem Kindergarten – Eine Adressierungsanalyse»).

Von den 179 Absolventinnen und Absolventen erlangten 47 Studierende den Diplomtyp A (Kindergarten und Unterstufe), 132 schlossen mit Diplomtyp B ab und werden künftig Schulkinder 1. bis 6. Klasse unterrichten. Die überwiegende Mehrheit hat bereits eine Stelle für das kommende Schuljahr.

Diplomierte Rheintalerinnen und Rheintaler

Diplomtyp A (Kindergarten, 1. –3. Klasse): Carla Franke, Thal; Lara Dänzer, St. Margrethen; Zoë Widmer, Au; Angelina Nerat, Diepoldsau; Rafaela Büchel, Oberriet; Ava Fagetti, Rüthi.
Diplomtyp B (1. – 6. Klasse): Amela Bajrami, St. Margrethen; Chiara Demarchi, Au; Patricia Schmid, Au; Aurora Ademaj, Heerbrugg; Stefani Miric, Heerbrugg; Maribel Saks, Heerbrugg; Christina Frei, Widnau; Lea Hämmerle, Widnau; Julia Köppel, Widnau; Michelle Sperger, Widnau; Lara Steiger, Widnau; Philipp Keller, Diepoldsau; Oliver Praschek, Diepoldsau; Fahrije Vokshi, Diepoldsau; Cindy Hengartner, Rebstein; Robbie Schegg, Kriessern; Rahel Thomé, Kriessern; Gina Schneider, Oberriet.