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Rebstein knöpft auch den Vaduzer Reserven einen Punkt ab

In einem attraktiven, chancenreichen Team trennen sich Aufsteiger Rebstein und Vaduz II mit 2:2. Der FCR lag zuerst hinten, dann drehte er den Spielstand, ehe das 2:2 fiel. Am Ende hätten beide Teams gewinnen können.

Von rez
aktualisiert vor 59 Minuten

Es war eine dieser Partien, nach denen man sich als Fan bei den beiden Mannschaften bedankt. Rebstein und Vaduz II lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, den in der Schlussphase beide Teams hätten gewinnen können. Doch es blieb beim 2:2, das in der Summe leistungsgerecht war, den Gästen aber tendenziell ein kleines Spürchen mehr schmeichelte als den Rebsteinern.

Die Mannschaft von Trainer Ladislav Hevessy hat inklusive Cup die letzten drei Spiele in Folge gewonnen und scheint so richtig in der 2. Liga angekommen zu sein. Gegen Vaduz musste der FCR aber auf Rico Köppel, Philip Baumgartner und Samuel Stiendl verzichten – allesamt Leistungsträger, die sonst in der Startelf stehen. Dass davon nicht allzu viel zu sehen war, ehrt die Spieler, die für sie in die Bresche sprangen – sie erledigten einen hervorragenden Job.

Angefangen bei Kevin Egbon, der im Sturm agierte. Er hatte schon nach zwei Minuten eine gute Chance, blieb aber an Nico Föllmi im Vaduzer Tor hängen. Danach trat Egbon, zurückgekehrt aus einer langen Verletzung, immer wieder positiv in Erscheinung. Er verstand es, die Gästeabwehr unter Druck zu setzen und immer wieder entscheidende Impulse zu setzen. So etwa anderthalb Minuten nach der Pause, als er sich über die rechte Seite durchsetzte und in die Mitte passte, wo Alessandro Gottscher den FCR mit seinem siebten Saisontor mit 2:1 in Führung brachte. Erst nach 84 Minuten hatte Egbon dann Feierabend – er ist definitiv zurück.

Dass es zu diesem Zeitpunkt 2:1 stand, lag an den beiden Toren in den ersten 20 Minuten. In der dritten Minute geriet Andrin Cabezas ein Rückpass zu kurz, Leart Salihu stand bereit und traf zum 0:1 aus Rebsteiner Sicht. In der 20. Minute war es dann erneut Cabezas, der auf sich aufmerksam machte. Er erzielte das 1:1, nachdem der sehr fleissige Björn Ergens für ihn aufgelegt hatte. Zwischen den beiden Toren hatte Rebstein zwei gute Chancen; besonders Egbon fand mit einem schönen Abschluss aber erneut seinen Meister in Föllmi.

Rebstein ehrt, dass Vaduz II in diesem Spiel zeitweise seine Identität abstreifen musste. So spielten die Liechtensteiner deutlich mehr hohe Bälle als etwa noch in Montlingen, wo dies gar nie zu sehen war. Und: Sie sahen vier gelbe Karten, was insofern aussergewöhnlich ist, dass sie bis dahin nur zwölf Strafpunkte hatten (Rebstein 15). Doch Vaduz II hatte auch gute Chancen; Eros Carroccia und Yonas Abidi etwa, und mit dem Pausenpfiff nahm Rebstein-Goalie Kevin Fend Ensar Hajdari im Eins-gegen-Eins den Ball vom Fuss.

Der FCR erspielte sich jedoch auch zahlreiche Chancen, die zwischenzeitliche Führung war verdient. In der 54. Minute traf dann aber Serhat Saglam zum 2:2, und nun kippte das Spiel ein wenig. In der Folge hatten die Gäste mehr vom Spiel, wobei Rebstein mit einem Lattenfreistoss von Luka Dursun dem Tor auch nahe kam. Fend brauchte es dann erneut gegen Abidi, ehe beide Mannschaften einen Penalty reklamierten. Diesen gab es ebenso wenig wie ein weiteres Tor, obwohl die Partie noch mehr Treffer verdient hätte. Das 2:2 geht aber in der Summe in Ordnung. Der FCR kann die lange Reise ins Puschlav am nächsten Sonntag mit breiter Brust antreten.

2. Liga, Gruppe 1
Rebstein – Vaduz II 2:2 (1:1)
Tore: 3. Salihu 0:1, 20. Cabezas 1:1, 47. Gottscher 2:1, 54. Saglam 2:2.
Rebstein: Fend; Kamalanathan, Haltiner, Aliev, Dietrich; Gottscher (87. Tanner), Dursun, Sopi, Cabezas (66. Stüdli); Ergens (66. Aslani), Egbon (84. Fousseni).
Gelbe Karten: 69. Kamalanathan, 87. Fousseni – Vaduz II 4.