Drei Tage nach dem Cupspiel gegen den FC Wil reiste Rebstein zum Meisterschaftsstart nach Rapperswil. Bei der zweiten Mannschaft des FC Rapperswil-Jona, die die letzte Saison in der «anderen» Zweitligagruppe auf Rang zwei abgeschlossen hatte, gab es sofort viel zu tun für Rebsteins Abwehr. Schon in der dritten Minute gingen die Gastgeber durch Noah Gjokaj in Führung – er kam nach einem Freistoss etwas gar einfach zum Abschluss. Eine Minute später hatte Rappi das 2:0 auf dem Fuss, scheiterte aber am überragenden Kevin Fend im Rebsteiner Tor.
«Wacht mal auf, es hat angefangen!», rief Piratheesh Kamalanathan seinen Teamkollegen zu, und tatsächlich fing sich der FCR. Er kam immer wieder zum Abschluss, konkrete Gefahr blieb jedoch aus. Rappi machte es demgegenüber besser: Nach einer Hereingabe von der linken Seite von Maurizio Scinta stand Alen Camdzic frei und und traf zum 2:0 (16.). Rebstein suchte daraufhin die direkte Reaktion und fand sie auch. Nach einem Foul an Diego Stüdli gab es Penalty für die Grün-Weissen und Rico Köppel verkürzte auf 2:1 (18.).
In der Folge versuchte es Rebstein – vor den Augen von Rappi-Präsident Rocco Delli Colli – immer wieder mit Weitschüssen, doch die vielen Abschlüsse fanden den Weg ins Tor nicht. Hundertprozentige fand der FCR nicht vor, ganz im Gegensatz zu den Gastgebern. Diese scheiterten in der 38. Minute in Person von Leandro Moret Cortes erneut an einem Glanzreflex von Kevin Fend. So ging es bei 2:1 in die Pause.
Nach dieser startete Rebstein voller guter Vorsätze in die zweite Halbzeit – doch nach zwei Minuten waren diese bereits wieder zunichte, als Rappi das 3:1 erzielte. Rebstein kam danach dem Tor mit einem Köppel-Freistoss nahe, doch dieser strich darüber. In der 61. Minute fiel dann nach einem schnörkellosen Angriff der Rosenstädter das 4:1, womit das Spiel gelaufen schien.
Doch der Schein trügte, denn der FCR biss sich zurück ins Spiel. Die Einwechslungen von Elion Sopi und Björn Ergens bewirkten einen Aufschwung – und Luka Dursun traf mir einem Freistoss nur den Pfosten. Diesen traf in der 73. Minute auch Ergens, doch nach seinem Schuss fiel der Ball ins Tor und es wurde nochmals richtig interessant. Noch spannender wurde es dann, als Alessandro Gottscher auf 3:4 aus Rebsteiner Sicht verkürzte.
Der FCR hatte nun deutlich mehr vom Spiel und die jungen Gastgeber gingen auf dem Zahnfleisch. Zu einem – mittlerweile verdienten – Punktgewinn reichte es aber nicht mehr. Die beste Ausgleichschance hatte Rico Köppel, dessen Abschluss Rappi-Goalie Arlind Doga in der 91. Minute an die Latte lenkte. Danach drückte Rebstein weiter, doch nach knapp vier Minuten pfiff der Schiedsrichter das Spiel ab und die knappe Auftaktniederlage war besiegelt. Es war allerdings ein ermutigender Auftritt des FCR, besonders nach dem vierten Gegentor. Mit dieser Moral werden die Punkte bald kommen.
Rebstein verpasst den ersten Punkt nur um einen Hauch