Internationale Zusammenarbeit vor 1 Stunde

Regierungskommission lässt Folgen des Klimawandels für Hochwasser am Alpenrhein untersuchen

Die Internationale Regierungskommission Alpenrhein (IRKA) hat eine länderübergreifende Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels auf künftige Hochwasser am Alpenrhein in Auftrag gegeben.

Von pd/red
aktualisiert vor 1 Stunde

Die neue Untersuchung soll klären, wie sich veränderte Wetterlagen und steigende Temperaturen auf Hochwasserereignisse zwischen Reichenau und der Mündung des Alpenrheins in den Bodensee auswirken. Die bisherige hydrologische Studie stammt aus dem Jahr 2000. Das neue, auf einer Vorstudie von MeteoSchweiz basierende Projekt soll Anfang 2027 starten und drei Jahre dauern. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, den Hochwasserschutz weiterzuentwickeln. Der entsprechende Beschluss fiel an der 50. Sitzung der Kommission am 3. Juli in Au, wie die IRKA mitteilte.

Anpassen an neue Gesetze und Klimawandel

Ebenfalls Thema der Sitzung war der Aktionsplan 2030+, mit dem das Entwicklungskonzept Alpenrhein an neue gesetzliche Vorgaben und die bekannten Folgen des Klimawandels angepasst wird. Die überarbeitete Fassung soll voraussichtlich noch in diesem Jahr veröffentlicht werden.

Zudem nahm die IRKA die Ergebnisse des Fischmonitorings 2025 zur Kenntnis. Demnach ist der Fischbestand im Alpenrhein weiterhin deutlich zu gering. Zwar wurden mit 20 Arten so viele Fischarten wie noch nie nachgewiesen und in einzelnen Bereichen leichte Verbesserungen festgestellt, insgesamt sehen die Fachleute jedoch weiterhin dringenden Handlungsbedarf.

An der Sitzung wechselte zudem turnusgemäss der Vorsitz der IRKA vom Fürstentum Liechtenstein zum Land Vorarlberg. Der Vorsitz ging von Regierungschefin-Stellvertreterin Sabine Monauni an Landesrat Christian Gantner über.

Was ist die IRKA?

Die IRKA wird gebildet durch die Vertretungen der Regierungen des Fürstentums Liechtenstein, des Landes Vorarlberg sowie der Kantone Graubünden und St.Gallen. Im Rahmen der seit 1995 bestehenden «Kooperationsvereinbarung Alpenrhein» setzen sie sich für eine sichere und nachhaltige Entwicklung zum gemeinsamen Nutzen des Alpenrheingebiets ein. Insbesondere gilt es, die Hochwassersicherheit und die sparsame und umweltverträgliche Nutzung von Raum und Ressourcen zu gewährleisten sowie die Naturwerte am Alpenrhein zu erhalten und zu mehren. Den Kanton St.Gallen vertritt Regierungsrätin Susanne Hartmann. (pd)