Anders als in den bisherigen Partien starteten die Gators am Samstag gegen Floorball Uri sehr kontrolliert. Die Startphase war geprägt von viel Kontrolle und wenigen Chancen, sodass die ersten zehn Minuten torlos vergingen. In der 13. Minute musste ein Urner auf die Strafbank. Kurz vor Ablauf der Strafe nutzte Lasse Paus auf Assist von Christoph Fässler mit dem 1:0 das Überzahlspiel aus. Es war die erste Gators-Führung in der ganzen Saison. Doch noch im Startdrittel glichen die Gäste nach einem Freistoss rund vier Meter vor dem Gators-Tor wieder aus.
Auch zu Beginn des Mitteldrittels war das Spiel ausgeglichen. In der 25. Minute musste ein Rheintaler auf die Strafbank, und nach weniger als einer Minute kam das Urner Powerplay zum Torerfolg. Kurz darauf musste auch ein Innerschweizer in die Kühlbox, doch statt des Ausgleichs fiel das 3:1 für Uri, das in Unterzahl traf. Die Gators waren sichtlich verunsichert, und es schlichen sich wieder viele Fehler und Ballverluste ein. Die Folge war das 1:4, das Uri in der 35. Minute erzielte.
Eine Verwandlung im dritten Drittel
Im Schlussdrittel waren die Gators wie verwandelt: Sie gewannen viele Zweikämpfe, spielten aktiv und begingen kaum Fehler. Trotz der lautstarken Unterstützung der Fans dauerte es fast zehn Minuten, bis sich die Rheintaler belohnten. In der 50. Minute traf Patrik Tobler mit einem satten Schuss auf Zuspiel von Cedric Siegrist. Keine Minute später setzte Nicolas Wyss einen Weitschuss ans Lattenkreuz. Dann folgte das Anschlusstor: Lasse Paus traf auf Pass von Nicola Bischof. Und es kam noch besser: Ein Urner musste auf die Strafbank, und in Überzahl glich Christoph Fässler auf Zuspiel von Lasse Paus zum 4:4 aus.
In den letzten Minuten hatten beide Teams weitere Chancen, ein Tor fiel aber nicht und es ging in die Verlängerung. Weil auch diese keine Tore brachte, ging es mit dem Penaltyschiessen weiter. Nach je vier Schützen stand es 1:1. Weil der fünfte Urner traf, musste Malik Müller treffen. Dies tat er eiskalt mit einer kreativen Variante. Da Torhüter Marco Hutter den sechsten Penalty parierte, hatte Lasse Paus den Matchball auf dem Stock. Er blieb eiskalt und verwandelte souverän zum ersten Gators-Sieg in dieser Saison. Es war ein hart erkämpfter Erfolg, der viel Moral erforderte. Zum besten Gator wurde Lasse Paus gewählt, der mit zwei regulären Toren, zwei Penaltytoren und einem Assist glänzte.
Herbe Klatsche bei den Jona-Uznach Flames
Bei den Jona-Uznach Flames konnten die Gators am Sonntag nicht an die starke Leistung im dritten Drittel des Vortagsspiels anknüpfen. Die Gators wirkten verunsichert und fingen in der vierten und der fünften Minute schon zwei Gegentore ein. Danach fingen sich die Rheintaler ein wenig, dennoch kassierten sie in Minute 16 in Unterzahl das 0:3. Danach folgte ein Rheintaler Lebenszeichen: Nicolas Wyss verkürzte auf Zuspiel von Mirco Hunziker. Doch nur eine Minute später fiel das 4:1 für die Gastgeber, wobei es bis zur ersten Pause blieb.
Im Mitteldrittel folgte eine leichte Leistungssteigerung. Die Gators spielten besser mit, kamen aber immer noch kaum zu Chancen. In der 35. Minute musste erneut ein Rheintaler auf die Strafbank. Das Unterzahlspiel überstanden die Gators schadlos, doch drei Sekunden nach Ablauf der Strafe landete der Ball doch noch zum 5:1 im Tor. Kurz vor der zweiten Pause kassierte ein weiterer Gator eine Strafe, doch es fiel im zweiten Drittel kein weiteres Tor.
Im Schlussdrittel musste erstmals auch ein Spieler der Flames auf die Strafbank, doch auch in Überzahl gelang den Gators kein weiteres Tor. Da diese offensiv chancenlos wirkten, wich ihr Goalie bereits in der 49. Minute einem sechsten Feldspieler. Dies zahlte sich rasch aus, als Christoph Fässler mit einem Weitschuss zum 2:5 traf. Umso bitterer war, dass keine 20 Sekunden später der Ball ins eigene Tor kullerte, nachdem ein Flames-Spieler aus der Ecke einem Rheintaler an die Beine geschossen hatte. Die Gators versuchten es weiterhin mit sechs Feldspielern. Die Folge war ein Empty-Netter der Kantonsrivalen, der die definitive Entscheidung brachte. Nun folgte ein kompletter Zerfall der Gators, die in den Schlussminuten, teils in Unterzahl, drei weitere Tore kassierten. So verloren die Gators nach einer ungenügenden Leistung mit 2:10. Zum besten Rheintaler wurde Patrik Tobler gewählt, der viel Kampfgeist zeigte. (mah)
1. Liga GF, Gruppe 2
Gators – Uri 5:4 n.P. (1:1, 0:3, 3:0)
Tore: 15. Paus (Fässler) 1:0, 18. Arnold (Panuska) 1:1, 26. Bissig (Arnold) 1:2, 29. Diener (Bissig) 1:3, 35. Bär (Hofer) 1:4, 50. Tobler (Siegrist) 2:4, 53. Paus (Bischof) 3:4, 55. Fässler (Paus) 4:4.
Strafen: Gators 1 x 2, Uri 3 x 2 Minuten.
Jona-Uznach – Gators 10:2 (4:1, 1:0, 5:1)
Tore: 4. Federli (Bartolo) 1:0, 6. Zimmermann (Lüthi) 2:0, 16. Hefti (Zimmermann) 3:0, 18. Wyss (M. Hunziker) 3:1, 19. Zimmermann (Lüthi) 4:1, 37. Köpfli (Federli) 5:1, 49. Fässler (Müller) 5:2, 49. Lüthi (Denzler) 6:2, 54. Federli (Bartolo) 7:2, 57. Hefti (Köpfli) 8:2, 59. Krieg (Federli) 9:2, 59. Lüthi (Denzler) 10:2.
Strafen: Jona-Uznach 1 x 2, Gators 4 x 2 Minuten.
Gators: Hutter, Schmid; Conzett, Fässler, Tobler, Stieger, Bischof, R. Hunziker, Siegrist, Baumgartner, Müller, Wyss, Paus, M. Hunziker, Langenegger, Langer, Köppel, Rieser, Meister.
Weitere Ergebnisse: Inwil-Baar – Frauenfeld 5:4, Davos-K. – March-H. 6:7, ZG Highlands – Jona-Uznach 1:0 n.V., Laupen ZH – Bülach 7:8 n.P., Vipers – Herisau 7:6, Bülach – Vipers 11:2, Uri – Inwil-Baar 4:5, Herisau – Davos-K. 3:6, March-H. – ZG Highlands 8:2, Frauenfeld – Laupen ZH 9:2.
Rangliste (alle 4 Spiele): 1. Inwil-Baar 12, 2. March-H. 10, 3. Frauenfeld 9, 4. ZG Highlands 8, 5. Jona-U. 7, 6. Davos-K. 6, 7. Bülach 5, 8. Vipers 5, 9. Uri 4, 10. Herisau 3, 11. Gators 2, 12. Laupen 1.
Rheintal Gators mit einem Sieg und einer hohen Niederlage