Neuste Zahlen • 06.10.2026

Rheintal trotzt kantonalem Trend: Zahl der Stellensuchenden geht zurück

Im Rheintal ist die Zahl der Stellensuchenden im September gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent gesunken. Damit gehört die Region zu den lediglich zwei Wahlkreisen im Kanton St.Gallen, die einen Rückgang verzeichnen.

Von pd/red
aktualisiert am 06.10.2026

Neben dem Rheintal weist einzig der Wahlkreis Werdenberg mit minus 1,3 Prozent weniger Stellensuchende als vor einem Jahr aus, wie der Kanton St.Gallen mitteilt. Kantonsweit nahm die Zahl dagegen um 3,9 Prozent zu. Besonders stark war der Anstieg im Toggenburg mit 18,0 Prozent, gefolgt von See-Gaster mit 9,7 Prozent.

Ende September waren im ganzen Kanton 11 251 Personen bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Stellensuche gemeldet. Davon galten 5768 als arbeitslos. Gegenüber Ende August sank die Zahl der Stellensuchenden leicht um 41 Personen. Die Stellensuchendenquote liegt bei 3,9 Prozent, die Arbeitslosenquote bei 2,0 Prozent.

Je nach Branche unterschiedlich

Unterschiedlich verläuft die Entwicklung auch nach Branchen. In Industrie und verarbeitendem Gewerbe ging die Zahl der Stellensuchenden gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent auf 3901 Personen zurück. In der metallverarbeitenden Industrie stieg sie hingegen um 16 Prozent auf 667 Personen.

Im Dienstleistungssektor nahm die Zahl der Stellensuchenden kantonsweit um 8 Prozent auf 7172 Personen zu. Deutliche Zunahmen gab es unter anderem im Gesundheits- und Sozialwesen mit 21,7 Prozent sowie in der öffentlichen Verwaltung und den Sozialversicherungen mit 31,8 Prozent.

Gesucht: Handwerker, Verkaufspersonal und Hilfskräfte

Gleichzeitig sind mehr offene Stellen gemeldet. Ende September verzeichneten die St.Galler RAV 3955 offene Stellen, 706 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind Hilfsarbeitskräfte, Personen in Dienstleistungsberufen, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Fachkräfte in Handwerksberufen.

Rückläufig ist die Kurzarbeit. Für Oktober haben 31 Betriebe im Kanton 754 Mitarbeitende zur Kurzarbeit vorangemeldet. Das sind 342 Beschäftigte weniger als im Vormonat. Betroffen sind Industrie- und Gewerbebetriebe aus allen Regionen des Kantons.