Das wiederum sehr faire Spiel mit nur je vier Strafminuten war lange Zeit offen und bis zur zweiten Pause hochspannend. Dann lenkten die Luchse die Partie mit einem Doppelschlag in die gewünschten Bahnen. Ramon Metzler im SCR-Tor spielte erneut stark und verdiente sich mit der Unterstützung seiner Vorderleute seinen zweiten Shutout der Saison. Der SCR bot trotz minimaler Besetzung eine maximale Teamleistung und widmete den Sieg seinem schwer verletzten Teamkollegen Max Murschetz, dem Team und Verein eine gute Besserung wünschen.
Keine Schlägerei, aber ein offener Schlagabtausch
Das Spiel wurde ohne grosses Abtasten lanciert und nach acht Minuten gingen die Hausherren in Führung. Mica Moosmann zog unaufhaltsam davon und fand die kleine Lücke zwischen Schoner und Torpfosten zum 1:0. Das blieb aber trotz erneut sehr vielen Chancen vorerst die einzige, magere Ausbeute. Die Schiedsrichter hatten indes nur wenig Arbeit; sie pfiffen nur das Nötigste und ermöglichten so einen temporeichen Spielfluss.
Zu Beginn des Mittelabschnitts hatten die Gäste ihre beste Phase, denn die Luchse gewährten ihnen zu viel Platz. Doch es fehlte den Innerschweizern die nötige Präzision – und wenn sie mal durchkamen, war bei Metzler Endstation. Danach legten die Luchse wieder einen Zacken zu und dominierten den Gegner fast nach Belieben. Sie liessen die Scheibe kreisen und spielten bei Vollbestand fast wie im Powerplay. Nur die krönenden Abschlüsse blieben in der engmaschigen Küssnachter Verteidigung hängen. Erst gut zwei Minuten vor Drittelsende erlöste Aidan Monnat seine Farben mit dem längst fälligen zweiten Treffer. Und weil es so schön war, legte Mica Moosmann eine Minute später einen drauf und versenkte die Scheibe zur beruhigenden 3:0-Führung.
Die Frage war, ob die Null hält
Bei diesem Spielstand sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Doch beim SCR erinnerte man sich an das letzte Spiel in Küssnacht, als er eine 3:0-Führung des Heimteams noch in einen 4:3-Sieg verwandeln konnte. Deshalb spielten die Rheintaler weiter nach vorne, und es war der Verteidiger Lukas Thurnherr, der mit seinem Tor für den 4:0-Endstand verantwortlich war. Die Gäste bemühten sich redlich, das Ehrentor zu buchen. Mit vereinten Kräften machten die Luchse aber alle Möglichkeiten zunichte und feierten einen weiteren verdienten Heimsieg.
Dank der drei Punkte überholten die Rheintaler den Gegner und kletterten in der Tabelle auf den zweiten Rang. Am nächsten Samstag steht das Heimspiel gegen den EC Wil auf dem Programm. Es darf weit mehr Gegenwehr erwartet werden; die Äbtestädter werden für die Stüssi-Boys ein harter Brocken.
1. Liga Ost
Rheintal – Küssnacht 4:0 (1:0, 2:0, 1:0)
KEB Aegeten – 385 Zuschauer – SR: Baumann; Delgrosso, Tiessen.
Tore: 9. Moosmann (Binder) 1:0, 38. Monnat (Lichtensteiger, Egger) 2:0, 39. Moosmann (Bodemann, Thurnherr) 3:0, 55. Thurnherr (Moosmann) 4:0.
Strafen: Rheintal 2x2, Küssnacht 2x2 Minuten.
Rheintal: Metzler (Riedler); Lichtensteiger, Egger, Monnat, Bartholet, Stoop; Wiederkehr, Binder, Good, Kuster, Stutz; Pilgram, Thurnherr, Wiedner, Bodemann, Moosmann.
Weitere Ergebnisse: Wallisellen – Argovia 5:4, Herisau – Bellinzona 5:3, Prättigau-H. – Dielsdorf-N. 3:6, Wil – Burgdorf 3:2.
Rangliste: 1. Wallisellen 7/21, 2. Rheintal 9/16, 3. Wil 7/14, 4. Argovia 8/14, 5. Küssnacht 10/14, 6. Dielsdorf-N. 7/12, 7. Burgdorf 8/12, 8. Herisau 9/12, 9. Bellinzona 7/9, 10. Prättigau-H. 9/5, 11. Reinach 5/0.
SC Rheintal gewinnt und stösst auf Rang zwei vor