Bischof Beat Grögli nahm die Religionspädagogin Silke Schlör aus der Seelsorgeeinheit Blattenberg in den kirchlichen Dienst im Bistum St. Gallen auf. Die Institutio fand am Samstag, 5. September, im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes in der katholischen Kirche Gossau statt.
Damit erhält sie mit weiteren sechs Kolleginnen und Kollegen die zeitlich unbefristete Missio als Mitarbeiterin im pastoralen Dienst des Bistums. Ingrid Krucker und Martin Rusch vom Regensamt hatten sie auf ihrem Ausbildungsweg begleitet.
«Glauben – ohne fertige Antworten»
«Mein Weg in die Religionspädagogik hat schon mit meinem ersten Studium in der Christlichen Archäologie begonnen. Mich hat immer fasziniert, wie Menschen ihren Glauben gelebt, ausgedrückt und über Generationen weitergegeben haben», sagt Silke Schlör. Anfang des Monats verabschiedete sie sich vom Museum Rothus in Oberriet, das sie seit 2029 geleitet hatte.
«Heute darf ich selbst Teil dieser Geschichte sein und den Glauben weitertragen. Nicht mit fertigen Antworten, sondern indem ich gemeinsam mit Menschen entdecke, was er für ihr Leben heute bedeuten kann.»
Die Institutio ist für die Religionspädagogin deshalb weniger ein Abschluss als eine Bestätigung ihres Weges. «Ich freue mich darauf, diese Arbeit weiterzuführen, meine Erfahrungen einzubringen und offen für neue Ideen und Entwicklungen zu bleiben. Ich bin dankbar für all die Menschen, die mich begleitet haben.»
«Mit frohem Herzen aussäen»
Bischof Beat verglich in seiner Predigt die Trockenheit des Sommers mit dem Glauben: «Trocken sind nicht nur die Böden, trocken ist es manchmal auch im Glauben. Trotz viel Einsatz und gutem Willen wachsen oft nur kleine Früchte.» Aber auch in einem trockenen Sommer, in dem wenig wachse, brauche es die Zuversicht und die Unverschämtheit, trotzdem mit frohem Herzen auszusäen.
Silke Schlör ist in den Dienst des Bistums aufgenommen