Diepoldsau vor 1 Stunde

Ständerätin Esther Friedli referiert über 10-Millionen-Schweiz-Initiative

Im Rahmen ihrer Hauptversammlung organisierte die SVP Diepoldsau eine Informationsveranstaltung mit Ständerätin Esther Friedli und Nationalrat Roland Rino Büchel.

Von pd
aktualisiert vor 1 Stunde

Nach der Hauptversammlung der Ortspartei, in der Präsident Peter Kuster speditiv durch die Traktanden geführt hatte und Dominik Von Aarburg zum neuen Aktuar gewählt worden war, drängten sich gegen 60 interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer in den Schiffli-Saal, um dem Referat der St. Galler Ständerätin Esther Friedli beizuwohnen. 

Bei den Ausführungen von Friedli ging es zuerst um die aktuellen Geschäfte im Ständerat und um die Auswirkungen der neuen EU- Verträge auf die Schweizer Souveränität. Hauptthema des Abends war aber die Initiative «Keine 10- Millionen- Schweiz», die verlangt, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz unter 10 Millionen bleiben soll.  

Individuelles Wohlbefinden würde sich verschlechtern

Esther Friedli schilderte die negativen Auswirkungen eines immer dichter besiedelten Landes auf Bevölkerung, Ressourcen und Natur. Selbst wenn der «monetäre Wohlstand» durch Zuwanderung möglicherweise wachsen würde, so würde sich das «individuelle Wohlbefinden» verschlechtern. Durch Dichtestress, Wohnungsnot, Verkehrsstaus, zunehmende Kriminalität, Ressourcenverknappung und kostspieligen Infrastrukturbedarf. 

Für die Leute, die «schon länger in der Schweiz leben« stelle sich die Frage, ob ein Bevölkerungswachstum von 80‘000 Personen jährlich, irgendwelche Vorteile bringe. Friedli führte aus, dass nur ein geringer Anteil der Zuwanderer tatsächlich «dringend benötigte Fachkräfte« seien.

Diskussion mit Esther Friedli und Roland Rino Büchel

Im Anschluss an das Referat wurde die Gelegenheit zur Diskussion mit Ständerätin Esther Friedli und Nationalrat Roland Rino Büchel eifrig genutzt. Viele Diepoldsauer seien anscheindend der Ansicht, dass die «Grenzen des Wachstums» schon lange erreicht, beziehungsweise überschritten seien. Das schreibt die SVP Diepoldsau in einer Mitteilung. Das sei kein Wunder, wenn man sich den Verkehr und die extreme Bautätigkeit auf der Rheininsel vor Augen führe.