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St.Margrethen ist zurück: «Schön, dass hier wieder etwas läuft»

Der FC St. Margrethen ist zurück. Nachdem er in der letzten Hinrunde kein Aktivteam stellte, meldete er sich im Frühling in der 5. Liga an. Dort geht das neue Team nun in seine erste vollständige Saison.

Von Remo Zollinger
aktualisiert vor 5 Stunden

Es ist ein heisser Augustsonntag auf der Rheinau, auf dem Feld wehrt sich der FC St. Margrethen im Cup gegen das Drittliga-Spitzenteam Weinfelden. Er verliert 0:10, die Laune von Enis Canoski trübt das aber nicht. «Für uns war das ein zusätzliches Training», sagt er.

Canoski war 2009 federführend, als sich innerhalb des FC St. Margrethen der FK Oktisi bildete. Die Mannschaft, deren Spieler mehrheitlich nordmazedonischen Hintergrund haben, gedieh im Verein schön und belebte diesen. Jetzt sind einige ehemalige Spieler von Oktisi wieder dabei. «Bei uns war der Drang da, wieder etwas auf die Beine zu stellen. Ich mag es, die Jugend zu unterstützen und spannende Projekte umzusetzen», sagt Enis Canoski. Und: «Wir fühlen uns in St. Margrethen daheim. Ich bedanke mich bei Vereinspräsident Bruno Malinek, der im Club ein grosses Wort für uns eingelegt hat, für diese Chance. Es ist schön, dass hier wieder etwas läuft.»

Wie jugendlich das neue St. Margrethen ist, zeigt sich auf dem Platz. Dennoch gibt es im Team auch Routiniers. Einer ist Afet Mevmedoski, 40-jährig, früher in höheren Ligen unterwegs, sich aber immer noch für keinen Zweikampf zu schade. Auch Emrah Bajramoski hat viel Erfahrung, zu den Leistungsträgern sollen auch Sefer Idrizoski, Nermin Tajroski und Omer Demiri gehören. Daneben: die vielen Jungen. «Es war ein Wunsch von ihnen, in ein Team zu kommen, wo sie zwar Herausforderungen haben, das aber doch im Männersport spielt», sagt Enis Canoski.

Mit «Teamgeist und Disziplin», so Canoski, soll die Mannschaft im vorderen Mittelfeld der 5. Liga, Gruppe 5, mitspielen. Es gehe vorerst primär darum, das Team zu festigen («Ziel ist, dass immer alle dabei sind») und eine Spielphilosophie zu entwickeln. Dafür ist mit Trainer Rijad Abazi ein Mann zuständig, der jahrelang zu den genialsten Spielern des Rheintals gehörte. Assistiert wird er von – wie könnte es anders sein – Afet Mevmedoski sowie Kjerim Osmanoski.

Los geht’s am Freitag mit dem Derby bei Rheineck II. «Da werden wir sicher anders auftreten als heute», sagt Enis Canoski lachend. Er weiss: Kehren alle Spieler aus den Ferien zurück und trainieren sie gemeinsam, ist einiges möglich. «Die Mannschaft will dieses und jenes», so Canoski, «und sicher auch mal den Aufstieg. Aber jetzt ist noch zu früh, darüber zu sprechen.»