In vier Gruppen ging es hinaus in die erwachende Rietlandschaft. Wo hinter jeder Biegung Neues wartet. Die ersten Sonnenstrahlen tauchten das Gebiet in warmes Licht, und die Natur spielte ihr Morgenkonzert. Kuckuck, Pirol, Rohrammer und Sumpfrohrsänger liessen sich hören, während rund um die Schollenmühle die Störche klapperten. Über 30 Brutpaare haben hier ihre Nester gebaut, in vielen reckten bereits die Jungen ihre Köpfe in die Höhe. Doch nicht nur Vögel zogen die Aufmerksamkeit auf sich: Feldhasen huschten durchs Gras, Frösche quakten am Wegesrand, und immer wieder entdeckten die Gruppen Spuren des Bibers. So wurde die Exkursion zu einer Entdeckungsreise, bei der hinter jeder Wegbiegung Neues wartete. Was zappelt da im Netz?
Am Nachmittag sorgten rund 330 Besuchende für viel Leben auf dem Areal. Besonders am Teich herrschte reger Betrieb. Mit Keschern in der Hand machten sich Kinder auf die Suche nach den geheimnisvollen Bewohnern der Teichwelt. Kaum war ein Netz aus dem Teich gehoben, versammelten sich neugierige Augen um die Becherlupen. Libellenlarven, Wasserläufer, Wasserschnecken oder Gelbrandkäfer wurden bestaunt. Manchmal sorgte ein Frosch oder ein Molch für besondere Begeisterung. Geschichte wird beim Schollenstechen lebendig, Kurzführungen gaben spannende Einblicke in die Geschichte der Schollenmühle. Die Besuchenden erfuhren, wie hier früher Torf in harter Handarbeit gestochen wurde – Scholle für Scholle aus dem nassen Boden.
Während rund um die Schollenmühle beobachtet, gespielt und gestaunt wurde, prägte die Klangkulisse des Riets den Tag: Störche klapperten, der Pirol rief, und in der Ferne war der Kuckuck zu hören. Viele der 450 Besuchenden dürften mit einem Lächeln und vielen neuen Eindrücken aus der Natur nach Hause gegangen sein.
Grosser Besucherandrang am Tag der offenen Schollenmühle