Ein Treffen mit den Stars von Bayern München erleben, eine Nacht zusammen mit einer Guggenmusig in die Fasnacht eintauchen oder für einen Tag zurück in die geliebte Heimat in den Engadiner Bergen fahren: Die Träume, respektive Fotos und Zeitungsausschnitte, die im Büro der Organisation «A Million Dreams» in Altstätten an der «Wall of Dreams» hängen, könnten unterschiedlicher nicht sein. «Wir helfen denjenigen Menschen, die es selbst nicht können, Lebensträume zu erfüllen», erklärt Co-Gründer Daniel Manser (54). Der zweite Co-Gründer, Jens Keel (50), ergänzt: «Das sind Menschen, die entweder schwer krank sind, körperlich oder geistig beeinträchtigt oder einen schweren Schicksalsschlag erlebt haben.»
Ihre Geschichten von erfüllten Träumen haben Jens Keel und Daniel Manser letztes Jahr gemeinsam mit dem Schweizerischen Blindenbund zu einem Buch zusammengefasst – und dieses ist sogar in Blindenschrift erschienen. Gegründet wurde «A Million Dreams» vor vier Jahren. Beide Gründer führten zuvor erfolgreiche Unternehmen, suchten um die 50 aber nach einer sinnstiftenden Idee und einer gemeinsamen neuen Aufgabe. «Wir hatten viel Glück im Leben, jetzt wollen wir mit unserem gemeinnützigen Verein etwas weitergeben», sagt Daniel Manser.
5000 Franken für «A Million Dreams»
Eine Traumerfüllung kostet zwischen 2000 und 10 000 Franken. Pro Traum leisten sie zwischen 30 und 60 Arbeitsstunden. Mit der 5000-Franken-Spende des Coop-Regionalrats Ostschweiz können weitere Träume wahr werden. «Es ist eindrücklich zu sehen, mit wie viel Herzblut und Erfahrung die beiden sich engagieren», sagt Michael Fuhrer, Coop-Regionalratspräsident. «Und wie ‹wenig› es eigentlich braucht, um Menschen nachhaltig glücklich zu machen.»
Träume erfüllen als Lebensaufgabe