Die schwache Kursentwicklung der Grosskonzerne Novartis, Roche und Nestlé hat die Aufwärtsbewegung des Swiss Market Index (SMI) vorerst gestoppt. Im Fokus standen auch die Quartalszahlen. So hat der Augenheilmittelkonzern Alcon mit gutem Zahlenkranz überzeugt und die Erwartungen übertroffen. Freude bei den Aktionären lösten die Margenentwicklung sowie die Aufwärtsrevision der Profitabilitätsprognosen aus. Ganz anders bei der Onlinebank Swissquote, die ihre Jahresziele nach einem schwachen ersten Halbjahr senkte.
Besonders unter Druck standen die Einnahmen aus dem Kryptomarkt. Positiv stimmt die wachsende Kundenzahl. Erfreulich aufgenommen wurde der Semesterausweis des Kabelmaschinenherstellers Komax. Während das Unternehmen im schwierigen Umfeld mit rückläufigen Umsätzen kämpft, entwickelte sich der Bestellungseingang, ein Indikator für die künftigen Erträge, positiv. Was bei Komax nach wie vor verunsichert, ist die Führungssituation. Sowohl der Posten des CEO als auch des Finanzchefs sind derzeit nur interimistisch besetzt.
Bell erhöhte den Umsatz
Einen Lichtblick brachte das Ergebnis des Fleischverarbeiters Bell, der seinen Gewinn bei gleichbleibendem Umsatz um gut einen Fünftel erhöhte. Nachdem die Aktien des Laborausrüsters Tecan dieses Jahr bereits über 50 % zugelegt hatten, reagierten die Börsianer mit Gewinnmitnahmen auf die Halbjahreszahlen. Das Unternehmen hat die Erwartungen der Analysten beim Umsatz und Gewinn leicht übertroffen.
Der an der US-Börse kotierte Zürcher Sportschuhhersteller On hat im zweiten Quartal zwar erneut einen Rekordumsatz erwirtschaftet, schrammte aber an den Analystenprognosen vorbei. On reduzierte daraufhin die Umsatzprognosen für das Gesamtjahr, worauf Investoren die Aktien mit −20 % in den Handel schickten.
Stabiles Wachstum bei den Kantonalbanken
Die Börsenwoche stand hierzulande auch im Zeichen der Kantonalbanken (KB). So haben die Thurgauer, Berner, Glarner, St. Galler, Basler und Basellandschaftliche KB ihre Halbjahresabschlüsse vorgelegt. Sämtliche Finanzinstitute punkteten mit einem stabilen Wachstum der Erträge und der verwalteten Vermögen. Die Basellandschaftliche KB scheint die Turbulenzen um die mittlerweile geschlossene Bankentochter Radicant gut verdaut zu haben.
Die Teuerung in den USA ist gegenüber dem Vormonat zwar um 0,1 Prozentpunkte angestiegen, auf Jahressicht war sie im Juli aber um 0,1 % rückläufig. Mit 3,4 % verharrt die Inflation trotzdem immer noch deutlich über dem 2 %-Ziel der US-Notenbank Fed. Auch die Kernrate liegt mit 2,5 % klar darüber. Bei diesen Werten dürften die Währungshüter vorerst an ihrer Geldpolitik festhalten und von einer Zinserhöhung absehen. Kritisch bleiben Ölpreis und Nahostkonflikt.
Interessiert? Kontaktieren Sie die Experten von Raiffeisen vor Ort. Als ausgewiesene Anlagebank finden wir die passende Lösung für Sie. www.raiffeisen.ch/anlegen.
Alcon überzeugt, während On und Swissquote die Anleger enttäuschen