Heerbrugg vor 1 Stunde

Bildausstellung fängt Wasser, Licht und Sommerstimmung ein

Die aus Bregenz stammende Birgit Pitrof-Koinig zeigt im Kulturraum Stellwerk faszinierende Wasserwelten.

Von pd
aktualisiert vor 57 Minuten

Die österreichische Künstlerin Birgit Pitrof-Koinig liebt das Wasser und malt dessen Glitzern im Sonnenlicht, die Farbpalette der Wellen, das Lichtspiel der Brandung. Sie sagt:

Wasser ist nicht einfach blau, wie viele meinen, die nicht genau hinschauen, sondern voller Gelb-, Grün-, Türkis- und Brauntöne.. 

Die in Bregenz aufgewachsene Künstlerin schaute schon als Kind stundenlang auf den Bodensee. Heute lebt sie in der Wachau und betrachtet täglich die Donau. 

Ihre Erlebnisse will sie weitergeben, indem sie diese Farbwunder in Malerei übersetzt. Viele Maler haben dies schon versucht, von Cézanne über Monet bis David Hockney, der es ihr besonders angetan hat. Er schrieb einst: «In erster Linie schätze ich die Vorstellung, zu malen wie Leonardo, all seine Studien über Wasser, strudelnde Dinge. Und mir gefiel die Idee, diese Dinge zu malen, die zwei Sekunden lang dauern. Ich brauche dafür zwei Wochen, dieses Ereignis zu malen».

Die Künstlerin unterschreibt diese Aussage ohne Wenn und Aber. Auf ihrer Malerei ist nicht nur das facettenreiche Wasserspiel festgehalten, sondern es sind auch Badende und hier vor allem Badenixen. Warum nicht im oder am See stehende Männer mit Bierbäuchen? Die Damen seien spannender als Männer, behauptet sie. Die Formen seien vielfältiger, die Wasserreflexionen auf der Haut interessanter. So setzt Birgit Pitrof-Koinig ihre Freundinnen und Kinder am Ufer in Szene, bis es passt.

Blechzuber und Liegestühle

Sie werden fotografiert und später im Atelier gemalt. Die Malerin liebt die Ästhetik, nicht das Zerstörerische des überflutenden Wassers. So erfreut die Malerei mit Sommerfrische und passt zur Badesaison. Damit sich das Publikum nicht nur an den gemalten kühlen Wassertönen ergötzen kann, steht vor dem Kulturraum Stellwerk Heerbrugg ein Blechzuber, in dem man seine Füsse baden kann, inmitten von Plastikenten. Es ist auch erlaubt, sich zu sonnen. Dazu stehen Liegestühle bereit.

Zum Apéro bringt die Künstlerin kühlen Weisswein aus der Wachau mit. Dieses Mal wird also nicht Rheintaler Wein ausgeschenkt. Man kann in der Ausstellung zur Abwechslung auch in den kühlen Farben baden statt in der Badi.

Die Ausstellung «Am Wasser» von Birgit Pitrof-Koinig beginnt am Freitag, 5. Juni, um 19 Uhr mit einem Künstlerinnen-Apéro. Öffnungszeiten bis 14. Juni: freitags 18 bis 20 Uhr, samstags und sonntags 14 bis 18 Uhr.
www.kulturraum-stellwerk.ch