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Der SMI knackt die 14 000-Punkte-Marke: Diese Schweizer Aktien treiben die Märkte an

Starke Geschäftszahlen von Givaudan, Lonza und weiteren Schweizer Unternehmen verbreiten eine gute Stimmung an der Börse. Doch die steigende US-Inflation und die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen trüben die Zuversicht.

Von pd
aktualisiert vor 56 Minuten

Dank guter Geschäftsergebnisse legte der Swiss Market Index (SMI) im Wochenverlauf zu und sprang über die Marke von 14 000 Punkten. Über einen rekordhohen Auftragsbestand kann sich der Halbleiterzulieferer VAT freuen. Gegenüber dem Vorjahr hat er sich beinahe verdreifacht.

Die starke Nachfrage kommt vor allem aus dem Aufbau der Rechenzentren für Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) und hat das Unternehmen dazu veranlasst, den Ausblick für 2027 zu erhöhen.

Givaudan und Lonza lösen ein Kursfeuerwerk aus

Investorinnen und Investoren reagierten allerdings mit Gewinnmitnahmen. Auch Givaudan hat geliefert und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Dabei hat sich der Geschäftsgang im dritten Quartal weiter beschleunigt. Um über 9 Prozent sind die Aktien des Aroma- und Duftstoffherstellers nach der Vorlage der Umsatzzahlen gestiegen.

Der Pharmaauftragsfertiger Lonza hat an seinem Kapitalmarkttag seine Wachstumsambitionen bekräftigt und gleichzeitig das Margenziel erhöht, was an der Börse zu einer Kursrally geführt hat. Sulzer legte derweil seinen Auftragsbestand offen. In den ersten neun Monaten hat der Industriekonzern die Bestellungen um 1,8 Prozent gesteigert. Erfreulich aufgenommen wurde dabei, dass es im dritten Quartal mit einem Plus von 16 Prozent zu einer Belebung gekommen ist. Die Aussichten für das Gesamtjahr wurden bestätigt. 

Der Verbindungstechniker Bossard hat sein Wachstum im dritten Quartal beschleunigt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Kosmetikkonzern Galderma hat bekannt gegeben, dass er die US-amerikanische «ZO Skin Health» übernehmen will, um im Bereich medizinischer Hautpflegeprodukte zu wachsen. Der Zukauf kostet 1,5 Milliarden US-Dollar und wurde von der Börse positiv aufgenommen.

US-Inflation schürt Angst vor höheren Zinsen

Die Teuerung in den USA ist im September weiter gestiegen. Gegenüber dem Vorjahr kletterte sie auf 3,7 Prozent. Auf Monatssicht erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent. Treiber sind die hohen Energiepreise.

Dass ihr Einfluss allmählich auf andere Bereiche der Wirtschaft überschwappt, zeigt die Kernrate. Denn auch unter Ausklammerung der Energie- und Nahrungsmittelpreise ist die Inflation gestiegen. Die US-Notenbank Fed scheint in diesem Umfeld nicht um weitere Zinserhöhungen herumzukommen. Der Markt erwartet einen Zinsschritt von 25 Basispunkten im Dezember.

Die Angst vor höheren Zinsen hat vor allem den Technologiesektor getroffen. Die Aktien vieler Halbleiterhersteller gerieten nach der Publikation der Teuerungsdaten unter Druck.

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