Rüthi vor 50 Minuten

Die Freilichtbühne hat mit den Proben für das neue Stück begonnen

Auf dem Spielareal Werben in Rüthi haben die Proben für «Kurhotel Kamor» begonnen. Rund 100 Darstellerinnen und Darsteller feilen bis September unter der Leitung von Regisseurin Simona Specker an der neuen Inszenierung der Freilichtbühne.

Von pd
aktualisiert vor 49 Minuten

Im Kurhotel Kamor läuft der Betrieb an. Ein Teil des Ensembles hat symbolisch «eingecheckt» und damit die ersten Proben für das neue Stück aufgenommen. Die weiteren Darstellerinnen und Darsteller werden in den kommenden Wochen ins Probengeschehen einsteigen. Im Sommer stossen dann schliesslich die Reit-Équipe sowie die Statistinnen und Statisten dazu.

Dass bereits im Mai draussen geprobt werden kann, ist dem grossen Einsatz des Bauteams von Toni Good und Karl Mattle zu verdanken. Der Rohbau des Kurhotels steht bereits – eine wichtige Grundlage, damit das Ensemble direkt mit der Kulisse arbeiten kann.

Historisches Stück, das zum Krimi wird

Das rund 100-köpfige Ensemble unter der Leitung von Regisseurin Simona Specker und den beiden Regieassistentinnen Sabine Kluser und Christina Klein arbeitet bis Anfang September daran, das Publikum in eine vergangene Zeit zu entführen und mit einer spannenden Geschichte zu fesseln. «Die Schauspielerinnen und Schauspieler bewegen sich in der mondänen Welt eines Kurhotels, hinter der sich menschliche Abgründe auftun», sagt Simona Specker. Das Stück beginnt als klassisches historisches Stück, wechselt aber in der Mitte plötzlich das Genre, und das Publikum findet sich in einem «Whodunit»-Kriminalfall wieder. «Diese Vielschichtigkeit eröffnet Räume, in denen sich Humor, Konflikte und Spannung gegenseitig befeuern», sagt Simona Specker weiter.

Intensive Vorbereitung des Ensembles

Bereits vor dem eigentlichen Probenstart hat sich das Ensemble intensiv mit dem Stück auseinandergesetzt. Bei der Leseprobe im April kamen alle erstmals zusammen und lasen den Text gemeinsam, wodurch ein Gefühl für die Wirkung des Stücks sowie für die Figuren entstand. Bis zum ersten Treffen auf dem Spielareal lautete die wichtigste Aufgabe: den Text auswendig zu lernen. Entsprechend gut vorbereitet traf das Ensemble zu den ersten Proben auf dem Gelände ein. Zusätzlich zu den gemeinsamen Proben vertiefen die Schauspielerinnen und Schauspieler ihre Rollen individuell: Sie erarbeiten Rollenbiografien, beschäftigen sich mit den Hintergründen ihrer Figur und überlegen, welche Motive, Beziehungen und Entwicklungen ihre Charaktere prägen.

Dank dem fleissigen Bauteam kann das Ensemble bereits im frisch errichteten Kurhotel proben.
Dank dem fleissigen Bauteam kann das Ensemble bereits im frisch errichteten Kurhotel proben.
Bild: pd

Von der Stellprobe zur Premiere

Bis zur Premiere liegt noch viel Arbeit vor dem Ensemble. Zuerst stehen die sogenannten Stellproben im Mittelpunkt. Dabei wird festgelegt, wo sich die Figuren auf der Bühne befinden, von wo sie auftreten und wohin sie sich bewegen. Darauf folgen die szenischen Proben, in denen die eigentliche Feinarbeit beginnt. Hier geht es vor allem darum, die Emotionen und Beweggründe der Figuren sichtbar zu machen. Zudem werden Tempo und Pausen gezielt abgestimmt, sodass die Szenen Schritt für Schritt lebendiger werden.

Sind die einzelnen Szenen gefestigt, beginnen die Durchlaufproben. Dabei werden Szenen aneinandergehängt, um Übergänge zu festigen und Sicherheit im Ablauf zu gewinnen. Danach kommen die technischen Proben hinzu, bei denen Licht, Musik und Ton eingebunden und mit dem Spiel abgestimmt werden. Den Abschluss bilden die Hauptproben. Hier läuft die Vorstellung bereits unter nahezu realen Bedingungen – mit Kostümen und Maske – bevor am 4. September die Premiere von «Kurhotel Kamor» über die Bühne geht.

Tickets und weitere Informationen sind unter www.kurhotelkamor.ch erhältlich.