Die Rheintalerin Monika Ammann gewinnt diesen Titel nach 2008 zum zweiten Mal. Verdient hat sie diese Auszeichnung für ihre erneuten grossen Erfolge im Sprint-Orientierungslauf. Monika Ammann wurde an den Schweizer Meisterschaften im Einzel und mit der Staffel über die kurze Distanz jeweils Erste. Ein hervorragender Höhepunkt war auch die Goldmedaille an der Senioren-Weltmeisterschaft im spanischen Girona.
Mit fünf WM-Titeln und drei weiteren Medaillen seit 2012 gehört Monika Ammann im Sprint-OL international zu den besten Läuferinnen ihrer Altersklasse. Letzte Saison wurde sie an der Schweizer Meisterschaft auch über die Mitteldistanz Zweite. Ein Podestrang im Team-OL gehört zudem fast bei jeder Teilnahme dazu. «Hier profitiere ich auch von den Stärken meiner beiden Vereinskolleginnen, mit denen ich diese Meisterschaft häufig bestreite», sagt die Heerbrügglerin. In der Jahreswertung der acht besten Resultate schaffte sie es erstmals in die Top 3.
Grosse Pläne und OL-Weekend in Altstätten
Der Verein führt diese Ehrung jeweils im Februar an der Hauptversammlung durch, Monika Ammann konnte an dieser aber nicht teilnehmen. Sie startete in Portugal an internationalen Wettkämpfen. So bot ein Schul-OL in Appenzell, den die OL-Gruppe vor den Frühlingsferien auch mit Ammanns Unterstützung organisierte, den Rahmen für die nachträgliche Übergabe des Wanderpreises. Der Laudator liess den ersten Saisonsieg im Sprint-OL von Portugal bereits in die Würdigung einfliessen. Auch vier Wochen später in Österreich hielt Monika Ammann ihre Konkurrentinnen klar auf Distanz. Als Höhepunkte in diesem Jahr bezeichnet sie die Schweizer Meisterschaft im Mai in Lausanne sowie die Senioren-WM im August in Polen.
Ein Meilenstein bilde aber auch der nationale Sprint-OL vom Sonntag in Altstätten. «Ich stehe dort als OK-Mitglied im Einsatz und habe mit meinem Mann Mario für die 47 Kategorien hoffentlich spannende Aufgaben ausgeheckt.» In aufwändiger Arbeit sind 44 verschiedene Strecken entstanden, die auf das Leistungsvermögen der Altersklassen abgestimmt sind. «Im OL-Jargon sprechen wir von Bahnen. Denn wir legen nur die Posten fest. Auf dem Weg dorthin soll es möglichst mehr als eine Variante geben», erklärt sie das Prinzip der Aufgabe.
Bei den häufigen Begehungen in Altstätten und bei Kontakten im Städtli werde sie oft auf die Länge des Wettkampfes angesprochen. Monika Ammann sagt: «Ein Sprint-OL dauert für die Besten zwischen zehn bis 15 Minuten. Wir peilen Siegerzeiten von mindestens 14 Minuten an und haben die Distanzen aufgrund der Analysen früherer Wettkämpfe entsprechend gewählt.» Fast 100 Kontrollposten werden im Laufgebiet platziert. Jede Kategorie, egal ob Jugendliche, Elite, Senioren oder Anfänger, sei gleich wichtig. Monika Ammann erinnert an den Rheintaler OL-Cup und die sechs «OL für Jedermann» zwischen 2008 und 2013 in Altstätten. Auch am Sonntag ist die Teilnahme für alle offen. Treffpunkt ist die Schulanlage Schöntal. Die Anmeldung ist vor Ort bis um 11 Uhr möglich.
Die Heerbrügglerin Monika Ammann ist OL-Sportlerin des Jahres 2025