Unihockey vor 5 Stunden

Die Rheintal Gators kassieren zum Auftakt zwei Niederlagen

Zum Start in die Saison empfingen die Rheintal Gators die Red Lions Frauenfeld. Nach einer umkämpften Partie mussten sie sich den abgeklärten Thurgauern mit 3:6 geschlagen geben. Auch im Cup gab's eine Niederlage.

Von nil
aktualisiert vor 5 Stunden

Im Startdrittel des ersten Erstligaspiels 2026/27 riss Frauenfeld sogleich mehr Spielanteile an sich. Die Rheintaler bekundeten Mühe, das gegnerische Aufbauspiel zu stören, was in der zwölften Minute mit dem 0:1 bestraft wurde. Auch danach blieben die Red Lions spielbestimmend und bauten den Vorsprung in Minute 19 auf 2:0 aus. Die Gators reagierten: 33 Sekunden später bediente Malik Müller Lui Langer, der zum 1:2-Anschlusstreffer einnetzte. Mit diesem Rückstand ging es in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt war das Spiel deutlich ausgeglichener; die Rheinkrokos fanden besser in die Zweikämpfe. Dennoch waren es die Gäste, die mit dem 1:3 den Zwei-Tore-Vorsprung wiederherstellten. Die Antwort der Hausherren liess abermals nicht lange warten. Exakt eine Minute später fand Christoph Fässler den freistehenden Nicola Bischof im Slot, der auf 2:3 verkürzte. In der 34. Minute wanderte der erste Thurgauer auf die Strafbank. Das Powerplay formierte sich und schlug eiskalt zu: Nach 19 Sekunden versenkte Lasse Paus den Ball im Netz. Danach gab es eine weitere Strafe gegen Frauenfeld, doch die Abwehr hielt dicht und es ging beim Stand von 3:3 in die zweite Pause.

Die Entscheidung fällt in den letzten sieben Minuten

Danach entwickelte sich ein ausgeglichener Schlagabtausch, bei dem beide Teams auf Augenhöhe agierten. Die Partie stand auf Messers Schneide, ehe die Red Lions in der 54. Minute eine Lücke in der Rheintaler Defensive fanden und mit 4:3 in Führung gingen. Eine Minute später doppelte Frauenfeld nach und erhöhte auf 5:3. Die Gators nahmen ihr Time-out. In der Hoffnung auf eine Wende ersetzten sie den Torhüter für einen sechsten Feldspieler. Der Mut zum Risiko wurde jedoch nicht belohnt: Ein Empty-Netter der Gäste besiegelte die 3:6-Niederlage.

Trotz einer starken Rückkehr im Mitteldrittel stehen die Gators mit leeren Händen da. Zum besten Rheintaler des Abends wurde Torhüter Marco Hutter gewählt, der sein Team lange im Spiel hielt. Die nächste Möglichkeit, die ersten Punkte einzufahren, bietet sich am Samstag bei den Zuger Highlands.

1. Liga GF, Gruppe 2
Gators – Frauenfeld 3:6 (1:2, 2:1, 0:3)
Tore: 12. Beck (Koller) 0:1, 19. Beck (Königshofer) 0:2, 19. Langer (Müller) 1:2, 27. Egli (Lüchinger) 1:3, 28. Bischof (Fässler) 2:3, 35. Paus 3:3, 54. Brauchli (Lüchinger) 3:4, 55. Königshofer (Beck) 3:5, 60. Lorenz 3:6.
Strafen: Gators keine, Frauenfeld 2x2 Minuten.
Gators: Hutter, Schmid; Conzett, Fässler, Tobler, Bischof, R. Hunziker, Siegrist, Heule, Baumgartner, Müller, Wyss, Paus, Steiger, M. Hunziker, Langer, Lüchinger, Köppel, Rieser, Meister.

Nichts zu holen gegen ein Topteam aus der NLB

Im Sechzehntelfinal des Schweizer Cups empfingen die Gators dann am Sonntag den oberklassigen UHC Thun. Dem Favoriten aus dem Berner Oberland mussten sie sich mit 1:9 geschlagen geben. Damit ist das diesjährige Cup-Abenteuer für die Gators beendet, während die abgeklärten Gäste ihrer Favoritenrolle eindrücklich gerecht wurden.

Die Partie startete mit einem sehr kontrollierten Auftritt der Thuner, die in der achten Minute in Führung gingen. Dann ging es Schlag auf Schlag: Wenig später fiel das 0:2, im Anschluss das 0:3. Als in der 13. Minute das 0:4 fiel, reagierte das Rheintaler Trainergespann. Es bezog ein Time-out, um den Rhythmus der Berner zu unterbrechen. Diese blieben jedoch dominant und erhöhten vor der ersten Sirene (17:37) noch auf 0:5.

Nach einer taktischen Umstellung bei den Gators war das Mitteldrittel spielerisch etwas ausgeglichener, obschon das Geschehen mehrheitlich Thun-lastig blieb. Es dauerte nicht lange, bis die Gäste in der 21. Minute auf 0:6 stellten. Nur Sekunden später mussten die Rheinkrokos wegen eines Stockschlags ins Boxplay, hielten jedoch dicht. In der 26. Minute nahm Thun sein Time-out und kassierte kurz darauf eine Strafe wegen Haltens. Das Powerplay der Gators formierte sich gut, brachte den Ball aber zu wenig zwingend in den Slot. Stattdessen demonstrierte Thun Effizienz und zog in der 34. Minute auf 7:0 davon. Kurz vor der zweiten Pause bot sich dem Heimteam durch eine Strafe gegen die Gäste noch eine Überzahlmöglichkeit, es blieb jedoch beim 0:7-Rückstand.

Die Rheintaler geben bis zur Schlusssirene alles

Im dritten Drittel fanden die Gators endlich Zugriff auf das Spiel, sodass sich die Spielanteile ausgeglichen gestalteten. Als ein Thuner wegen Bodenspiels auf die Strafbank musste, schlug das Powerplay eiskalt zu: Nach 13 Sekunden bediente Kirill Meister Mitspieler Ramon Hunziker, der zum umjubelten 1:7-Ehrentor einnetzte. Thuns Antwort folgte sofort: In der 44. Minute stellten sie auf 8:1. In der heissen Schlussphase bekamen die Rheintaler Strafen wegen Haltens und eines Stockschlags. Ein folgenschweres Bodenspiel in Unterzahl führte in der 57. Minute zu einem Penalty für Thun. Es fiel das 9:1, danach gab es aber kein weiteres Tor. So verhinderten die Rheintaler das vielzitierte «Stängeli» für die Gäste.

Trotz der deutlichen Niederlage zeigten die Gators viel Moral und kämpften sich nach dem schwierigen Startdrittel aufopferungsvoll in die Partie. Als Lohn für seinen unermüdlichen Einsatz wurde Nicolas Wyss zum Best Player der Hausherren gewählt. Für die Gators steht kein weiteres Cup-Spiel an – sie können sich nun voll auf die Meisterschaft fokussieren.

Schweizer Cup, 1/16-Final
Gators – Thun 1:9 (0:5, 0:2, 1:2)
Tore:
8. Ammann (Aeschlimann) 0:1, 9. Bühler (Benz) 0:2, 10. Graber (Ruch) 0:3, 13. Ammann (Aeschlimann) 0:4, 18. Zimmermann (Aeschlimann) 0:5, 21. Grunder (Bühler) 0:6, 34. Graber (Ritz) 0:7, 42. R. Hunziker (Meister) 1:7, 44. Reusser (Widmer) 1:8, 57. Ruch 1:9.
Strafen: Gators 3x2, Thun 4x2 Minuten.
Gators: Hutter, Schmid; Conzett, Fässler, Tobler, Bischof, R. Hunziker, Siegrist, Heule, Baumgartner, Müller, Wyss, Paus, Steiger, M. Hunziker, Langenegger, Köppel, Rieser, Meister.