Nach einem Pflichtsieg gegen Italien und einem überraschenden Erfolg gegen die Titelverteidigerinnen aus Deutschland (2:0) mussten die Schweizerinnen im letzten Gruppenspiel gegen Österreich einen Satz gewinnen, um die Vorrunde auf Rang eins abzuschliessen. Dies hätte die fast sichere Finalqualifikation bedeutet, da im Halbfinal die Aussenseiterinnen aus Italien gewartet hätten.
Doch die Schweizerinnen mit der Diepoldsauerin Mania Ahmadi und der Widnauerin Alexia Haas verpassten es hauchdünn, den Satzgewinn zu realisieren. Im zweiten Satz ging der entscheidende Punkt bei 14:14 an Österreich. So landete die Schweiz am Ende auf Rang drei, obwohl sie gleich viele Punkte hatte wie Deutschland und Österreich – und sogar die gleiche Satzdifferenz aufwies (4:2). Dies, weil die Differenz der gewonnenen Punkte bei den Schweizerinnen von den drei Topteams am schwächsten war.
So ging es im Halbfinal wieder gegen Österreich und die Schweiz fand gar nicht ins Spiel. So setzte es eine klare 0:3-Niederlage ab. Im Bronzespiel gegen Italien liessen die Schweizerinnen dann aber nichts mehr anbrennen und siegten mit 3:0. Damit gibt es wie im Vorjahr Bronze. «Wir haben die Pflicht erfüllt, aber es war schade, dass wir den Halbfinal so klar verloren haben. Der Knackpunkt war aber der knapp verpasste Gruppensieg am ersten EM-Tag», sagte Abwehrspielerin Lisa Walker.
Kein erneuter Coup für die U21-Männer
Die Männer hatten im Vorjahr überraschend das EM-Finale erreicht. Dieses Jahr verpassten sie es indes wieder, ins Endspiel einzuziehen. Die Schweizer mit den Diepoldsauern Laurin Juen, Simon Schlattinger und Flavio Sieber erledigten ihre Pflicht in der Vorrunde und schlugen die Aussenseiter Italien und Tschechien klar. Allerdings verloren sie gegen Deutschland und Österreich ebenso deutlich. Im Halbfinal, in dem sie wie die Frauen auf Österreich trafen, verkauften sich die Schweizer aber besser als in der Vorrunde. Nach zwei Sätzen stand es 1:1, doch in der Folge waren es die Österreicher, die das Spieldiktat an sich rissen und 3:1 gewannen.
So mussten auch die Männer gegen Italien um Bronze spielen. Wie die Frauen siegten auch sie problemlos und sicherten sich souverän die Bronzemedaille. «Unsere Gruppenphase war nicht top, aber wir haben ein gutes Halbfinal gegen Österreich gezeigt. Natürlich haben wir ein paar Fehler zu viel gemacht, aber das ist dem Risiko geschuldet, das wir nehmen müssen, um mit Österreich mithalten zu können. Gegen Italien haben wir zum Abschluss nochmals eine gute Leistung gezeigt», sagte Trainer Valentin Eitzinger.
U21-EM der Frauen in München
Vorrunde: Schweiz – Italien 2:0 (11:9, 11:5), Schweiz – Deutschland 2:0 (11:8, 13:11), Schweiz – Österreich 0:2 (7:11, 14:15).
Halbfinal: Schweiz – Österreich 0:3 (8:11, 7:11, 6:11).
Bronzespiel: Schweiz – Italien 3:0 (11:4, 11:7, 11:7).
U21-EM der Männer in München
Vorrunde: Schweiz – Italien 2:0 (11:6, 12:10), Schweiz – Österreich 0:2 (8:11, 6:11), Schweiz – Deutschland 0:2 (6:11, 4:11), Schweiz – Tschechien 2:0 (11:5, 11:1).
Halbfinal: Schweiz – Österreich 1:3 (8:11, 11:9, 5:11, 7:11).
Bronzespiel: Schweiz – Italien 3:0 (12:10, 11:3, 11:3).
Die Schweizer U21-Teams erfüllen mit Bronze die Pflicht