Da stand er also wieder auf der Bühne, Andi Plüss, der im letzten Jahr den Ehrenpreis gewonnen hatte. Er vertrat gemeinsam mit einer kleinen Delegation den Schlittschuhclub Rheintal, dessen nominiertes Fanionteam während des Verleihungsabends Training hatte. Plüss, das ist spürbar, ist Eishockeyaner durch und durch. Es scheint für ihn nichts Schöneres zu geben, als seinen Luchsen beim Siegen zuzusehen.
Das konnte er am Dienstagabend in Berneck auch. Der SC Rheintal war ebenso ein Teil der Veranstaltung wie viele andere Nominierte, die sich durch ihre Leistungen im letzten Jahr diese Aufmerksamkeit verdient haben. Alle Nominierten dürfen auf ihre Leistungen im letzten Jahr stolz sein, sagte auch Moderatorin Annina Dietsche.
Doch bevor es ans Feiern ging, gab es eine Schweigeminute. Mit dieser wurde Alexander Schawalder gedacht, der im letzten Sommer an einem Wettkampf in Österreich verstorben ist. Schawalder – letztes Jahr für den Ehrenpreis nominiert – war ein Urgestein der Rheintaler Sportszene. Besonders verdient machte er sich mit der Organisation des Rhyathlons, daneben war er auch selbst sportlich sehr erfolgreich. Und er moderierte viele Verleihungsabende des Rheintaler Sportpreises.
Auch ein zweiter Rang kann die Fans entzücken
Für das Team des Jahres waren neben den Rheintaler Eishockeyspielern auch die Fussballer aus Widnau und die Faustballerinnen aus Diepoldsau nominiert. Der SCR setzte sich mit 47,45 % der Stimmen vor dem Sportanlagen-Nachbarn FCW und dem SVD durch.
Verdient hatten die Rheintaler die Nomination, weil sie im letzten Jahr erstmals den Playoff-Final der 1. Liga erreicht hatten und auch aktuell wieder Rang zwei belegen. «Ich glaube, wir haben im letzten Jahr etwas Spezielles geschafft», sagte Justin Wiederkehr, einer von drei verletzten Spielern, die den SCR in Berneck repräsentierten. Er sei ein wenig überrascht, den Preis vor dem FC Widnau gewonnen zu haben, sei jener im letzten Jahr doch aufgestiegen.
Es sieht ganz so aus, dass die Leute gemerkt haben, dass auch ein zweiter Rang in dieser Liga etwas Besonderes ist.
«Das hat vielen von uns die Augen geöffnet»
Platz zwei habe der SC Rheintal erreicht, weil der Teamgeist sehr gross sei. Florin Stutz beschreibt das so: «Wir waren vielleicht nicht die besten Spieler der Liga. Aber das, was wir zusammen geschafft haben, hat vielen von uns die Augen geöffnet. Es zeigt, was mit einer super Mannschaft möglich ist.»
Besonders freuen sich die Spieler darüber, dass sie stets auf sehr viele Fans zählen können. In der 1. Liga hat schweizweit nur Martigny mehr Publikum als die Rheintaler. Pascal Kuster:
Sehr viele unserer Spieler stammen aus dem eigenen Nachwuchs. Das hilft dem Team nicht nur sportlich: Es gibt viele Fans, die uns Spieler kennen und an die Spiele kommen. Wenn es dann um mehr geht, nimmt jeder noch jemanden mit.
Im Final-Heimspiel gegen Wil waren über 1300 Zuschauerinnen und Zuschauer erschienen.
Die Rheintaler stecken sich immer höhere Ziele
Die Playoffs beginnen nun bald wieder, zuerst steht aber noch die Masterround auf dem Plan. Die Rheintaler haben noch viel vor: «Es wäre schon schön, wieder im Final zu stehen», sagt Justin Wiederkehr. Seine Kollegen pflichten ihm bei. Florin Stutz:
Es ist spürbar, dass auch die Erwartungshaltung grösser ist. Doch wir haben es letztes Jahr geschafft, wieso also nicht noch einmal?
Nach einer solchen Saison sei klar, dass man sich höhere Ziele stecke. Die Chance, den Coup aus dem Vorjahr zu wiederholen, ist auf jeden Fall intakt.
Es gab nur Siegerinnen und Sieger an der Sportpreis-Verleihung