Das Arosa Classic Car ist ein seit 2005 stattfindendes internationales Bergrennen für historische Sport- und Rennfahrzeuge. Es wird jeweils Ende August oder Anfang September auf der langen Schanfiggerstrasse zwischen dem Dorf Langwies und dem Ferienort Arosa durchgeführt. Am letzten Wochenende fand die 22. Ausgabe des Arosa Classic Car statt. Laut dem Veranstalter war die diesjährige Ausgabe bei schönstem Wetter ein voller Erfolg.
Das Starterfeld bot dem grossen, interessierten Publikum auch in diesem Jahr wieder eine Reise durch fast ein ganzes Jahrhundert Motorsportgeschichte. So standen auch die Rallye-Ikonen Lancia Fulvia, Lancia Stratos und Lancia Delta am Start. Die Kategorie Classic Trophy entschied Rolf Senti aus Chur im Fiat Abarth Rally für sich, die Sport Trophy sicherte sich Heinz Vogt aus Wangen im Sylva Fisher Fury. Den «Grossen Preis von Arosa» in der Competition Formula sicherte sich zum zehnten Mal Thomas Amweg. Er fuhr in einem Eigenbau seines Vaters, im Amweg Formel 2 AW 76. Mit 4:10,46 Minuten erreichte er einen Tempodurchschnitt von 104,92 km/h. Sein Vater Fredy Amweg ist mit über 255 Tagessiegen, 15 Gesamtsiegen der Schweizer Bergwertung sowie unzähligen Streckenrekorden der absolute Schweizer Bergkönig.
In der gleichen Kategorie trat auch Walter Tanner aus Heerbrugg an. Der Senior der Garage Tanner fuhr seinen historischen RALT-Formel-3-Toyota RT32 auf Rang vier. Platz zwei ging an Roger Moser aus Arosa, der zu Hause im Martini-BMW-Formel-2 einen Podestplatz feierte. Einen solchen gab es auch für den Zürcher Marcel Bernet im Reynard-Alfa Romeo Formel 3, der Dritter wurde.
Mit Tanner in Arosa war auch sein «Spezi» Fritz Sturzenegger. Der Auer war in der Funktion der guten Seele und des «Parapluie Boy» dabei; als Helfer, der dem Fahrer den Sonnenschirm hält. «Wegen der brennenden Sonne am Vorstart» sowie zum Starten des Motors mit dem Batterie-Akku habe er dies gemacht, sagte Sturzenegger. Das nächste Arosa Classic Car, es wird die 23. Ausgabe sein, findet im Sommer 2027 statt.
Garagist Walter Tanner fährt in Knallgelb auf Platz vier