Der Fund der aus Südostasien stammenden Hornissen ist laut Mitteilung am 23. Juli bestätigt worden. Ein Imker konnte ein Exemplar einfangen und dem Amt für Umwelt übergeben. Später wurden in Herisau weitere Asiatische Hornissen bei anderen Bienenkästen entdeckt.
Zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung sei es wichtig, die Nester samt Königinnen rasch zu vernichten. Lokale Imker, die bereits letztes Jahr für die Suche nach der Asiatischen Hornisse ausgebildet worden waren, haben nun Locktöpfe aufgestellt.
Asiatische Hornissen jagen zur Ernährung ihrer Larven Insekten, insbesondere Wild- und Honigbienen. Bei extrem hohem Druck durch die Hornissen kann ein Bienenvolk zugrunde gehen. Zum ersten Mal wurde der eingeschleppte Schädling 2017 in der Schweiz entdeckt. In der Ostschweiz wurde er 2023 erstmals in Tägerwilen TG nachgewiesen.
Wie wird die Asiatische Hornisse erkannt?
Die Asiatische Hornisse unterscheidet sich von der heimischen Hornisse vor allem durch ihre Färbung. Am auffälligsten ist dies beim Hinterleib. Bei der Asiatischen Hornisse ist er grösstenteils schwarz und nur an der Spitze orange-gelb. Bei der heimischen Art sind nur die vorderen Segmente schwarz, und der grösste Teil des Hinterleibs ist gelb mit schwarzen Streifen. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind Beine und Kopf: Die Asiatische Hornisse hat gelbe Beine und einen schwarzen Kopf mit gelber Stirn, die heimische Hornisse dunkle Beine und einen braun-roten Kopf. Weitere Informationen finden sich unter www.bienen.ch.
Hinweise aus der Bevölkerung an das Amt für Umwelt (Tel. 071 353 65 35; afu@ar.ch) sind wertvoll, insbesondere wenn im Umkreis von rund 2 Kilometer vom Fundort verdächtige Hornissennester gesichtet werden.
Der Fundort befindet sich an der Gossauerstrasse im Bereich Sonnenböhl-Stelz. Auch weiter östlich in Richtung Ortszentrum wurden Exemplare in der Nähe von Bienenkästen entdeckt.
Imker entdeckt erste Asiatische Hornissen in Appenzell Ausserrhoden